Arbeitsunterlagen für die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen für Umspannwerke. 3D-Modelle. Zeichnungen. Normative Dokumentation.

Schaltanlage KVE-10/13 – Austausch von ausfahrbaren Elementen (Retrofit) (2)

KVE-10/13 Ausfahrbarer Einschubwagen für MS-Schaltanlagen

Das Retrofit für KVE-10/13 ist kein einfacher „Box-zu-Box-Tausch“, sondern eine ingenieurtechnisch ausgearbeitete Rekonfiguration der Mittelspannungsschaltstelle unter Beibehaltung des bestehenden Schaltfeldes und der Anschlüsse. Wir entwickeln und liefern einen ausfahrbaren Einschubwagen, der die Gegen­geometrie des KVE-10/13 exakt abbildet, einen modernen Vakuum-Leistungsschalter (VLS) integriert und die Funktionalität ohne vollständigen Austausch der Schaltanlage erweitert. Ziel sind hohe Langzeit­zuverlässigkeit, geringere Betriebsrisiken und die Vorbereitung auf digitale Betriebs­szenarien.

Welche Aufgaben das KVE-10/13-Retrofit löst

  • Lebensdauer & Vorhersehbarkeit: Vakuum-Löschsystem mit stabilen Schalteigenschaften und hoher mechanischer Lebensdauer.
  • Verlässliche Verriegelungen: Vermeidung von Fehlbedienungen, Positions- und Zustandsüberwachung aller relevanten Baugruppen.
  • Bereit für Schutz & Leit­technik/SCADA: vereinheitlichte Sekundärschnittstellen, Fernüberwachung, Ereignis- und Bedienprotokollierung.
  • Minimale Bauarbeiten: Schaltfeld, Sammelschienen, Kabelanschlüsse und Fundament bleiben erhalten.
  • Wegfall der Öltechnik: keine Handhabung von Isolieröl, keine Leckagen, weniger Stillstände.

Lieferumfang (Optionen)

Wir passen den Lieferumfang an Ihren Betrieb und verfügbare Abschaltfenster an:

  1. Base-Adapt — Einbau eines VLS auf dem vorhandenen Einschubwagen mittels Adapterrahmen, Anpassung des Schott-/Blendenmechanismus und Vereinheitlichung der Sekundärkassette.
  2. Drop-in Cart — neuer ausfahrbarer Einschubwagen „im KVE-10/13-Formfaktor“ mit spiegelgleicher Anschlussgeometrie, Anschlägen und Verriegelungslogik.
  3. Factory Block — werkseitig vormontiertes Modul mit umgesetzten mechanischen/elektrischen Verriegelungen und Schotts, erweitertem FAT-Programm sowie Fähigkeit zum Ein-/Ausfahren bei geschlossener Tür (projektabhängig).

Umsetzungsphasen

  1. Ingenieur-Audit: Aufmaß, Fotodokumentation, Prüfung der Eindrähtigen und der Kurzschlussdaten, Abgleich der Sekundärschaltung.
  2. Konstruktion: 3D-Modell des Einschubwagens, Kinematik des Ausfahrmechanismus, Berechnung der Anpresskräfte der Hauptkontakte, Verriegelungsmatrix.
  3. Fertigung: Rahmen und Adapter, Baugruppenmontage, Kennzeichnung der Sekundärbündel, Einstellung der Mechanismen.
  4. FAT (Werk): Nachweis der Stellungen „Betrieb/Prüf/Ausgefahren“, Funktionsprüfung des Schalters, Durchgangsprüfung Sekundärkreise, Prüfprotokolle.
  5. Lieferung & Inbetriebnahme­aufsicht: Geometrie-Verifizierung vor Ort, SAT, Schulung des Bedien-/Instandhaltungs­personals.
  6. Inbetriebsetzung: Abschlussprüfungen, Übergabe der Betriebs- und Wartungsunterlagen, Übergang in den Regelbetrieb.

Technische Daten (typische Bereiche für KVE-10/13)

ParameterWert/BereichErläuterung
Spannungs­klasse, kV 10 (auf Wunsch 6) Isolationskoordination und Luft-/Kriechstrecken
Frequenz, Hz 50/60 Kompatibel mit moderner Schutz- und Leit­technik
Nennstrom des Leistungsschalters, A 630–1250 (Option 1600) Thermische und dynamische Verifikation
Bemess-Ausschaltvermögen, kA 20–31,5 Auswahl gemäß Kurzschlussberechnung
Mechanische Lebensdauer ≥ 10 000 Schaltspiele Abhängig von der VLS-Baureihe
Stellungen des Einschubwagens Betrieb / Prüf / Ausgefahren Rastierungen und Stellungsanzeige
Antrieb des Leistungsschalters Federantrieb / elektromagnetisch Je nach Schaltbeanspruchung
Schutzart Front IP nach Projekt (typ. IP20…IP54) Verbesserung durch Verkleidungen und Dichtungen (DIN EN 60529)
Sekundärkreise Abnehmbare Kassette/Steckverbinder Einheitliche Kennzeichnung und Belegung
Form-/Fit-Konformität KVE-10/13 Ja, „Drop-in“ Adapterrahmen und Führungen inbegriffen
Prüfungen FAT/SAT + Routineprüfungen Berichte und Checklisten

Schnittstellen und Passungen

SchnittstelleInhaltProjektkontrolle
Hauptkontakte Koaxialität Steckkontakt/Buchse, Schließkräfte, Polachsenhöhe Lehren, Messmittel, Geometrieprotokoll
Schott-/Blendenmechanismus Automatisches Verschließen der Öffnungen beim Verlassen der Betriebsstellung Funktionsläufe und Stellungsnachweis
Verriegelungen Mechanisch/elektrisch; Sperren gefährlicher Bedienhandlungen Verriegelungsmatrix, Szenarien am Prüfstand
Sekundärstecker Schlüsselcodierte Kassette, einheitliche X1/X2-Belegung Durchgangsprüfung, Beschriftung, Anschlusspläne
Erdungsschalter Unabhängiger Antrieb, Anzeige und Verriegelung Funktionen „Ein/Aus“ und Verriegelungsprüfung
Tür & IP Front mit Sichtfenster, erhöhte Schutzart, Antikondensations­maßnahmen Prüfung von Dichtungen und Be-/Entlüftung

Optionen und Erweiterungen

  • Ein-/Ausfahren bei geschlossener Tür (door-closed racking) — abhängig vom Zellenaufbau.
  • Motorisierung des Ausfahrmechanismus und Fernüberwachung der Wagenstellung.
  • Zustandssensorik (O–C-Zähler, Spulenströme, Schalt-/Wegzeiten, Antriebsdiagnose).
  • Kompatibilität zu vorhandenen Wandlern (CT/VT); Einbau eines VPIS-Systems (Spannungsanzeige) nach DIN EN 61243-5.
  • Integration in Schutz & Leit­technik sowie SCADA/DCS: Signallisten, Ereignisse und Störschrieb-Archive.

Vergleich der Umsetzungsszenarien

KriteriumBase-AdaptDrop-in CartFactory Block
Projektlaufzeit Mittel Kurz Minimal
Werksfertigungsgrad Teilweise Hoch Maximal
Vor-Ort-Aufwand Erhöht Niedrig Minimal
Empfindlichkeit gegenüber Geometrie Hoch Mittel Niedrig/Mittel
Budget Niedrig Mittel Hoch
Alt-Einschub als Reserve nutzbar Eingeschränkt Ja Ja

Qualitätssicherung und Prüfungen

  • Prüfung von Geometrie und Kontaktkräften; Ausrichtung der Hauptkontakte.
  • Funktionsszenarien der Verriegelungen und Schotts; Sperren unsicherer Bedienhandlungen.
  • Isolationsprüfungen und Messung der Übergangswiderstände der Hauptkontakte.
  • Leerlauf-Schaltspiele des VLS, Prüfung der Antriebe und Hilfskreise.
  • Dokumente: Routineprüfungen nach DIN EN IEC 62271, FAT/SAT-Protokolle, Prüfkarten, Abweichungs- und Korrekturmaßnahmenlisten.

Dokumentation & Fertigungspaket

Fragebögen, Vorabunterlagen für Ausschreibungen, vollständige Fertigungszeichnungen (DWG/DXF), 3D-Modelle (STEP/Parasolid), Stücklisten und QA-Pläne, Stromlauf- und Anschlusspläne, Fertigungsabläufe, Montage-/Einstellanweisungen, Routineprüfungen, typische Retrofit-Planunterlagen, Betriebs- und Wartungsanleitungen. Anpassung an Ihre Normen und Prozesse.

Betriebsbedingungen

Innenaufstellung in MS-Schaltanlagenräumen; Klimaausführung gemäß Projekt; Temperatur-/Feuchtebereich entsprechend Stationsbedingungen; Aufstellhöhe bis 1000 m (darüber Isolations-Neuansatz); Schutzart des Gehäuses gemäß Spezifikation. Auf Wunsch: Antikondensation, verstärkte Befestigungen, Erdbeben-Nachweis sowie erhöhte IP-Schutzarten.

FAQ — Retrofit KVE-10/13

Normen & Konformität

Die Umsetzung erfolgt gemäß aktuellen Normen für Mittelspannungsgeräte und Gehäuse, Verriegelungsanforderungen, IP-Schutzarten und Prüfprogrammen. Auf Wunsch Auslegung nach modernen Zuverlässigkeitsklassen und interner Lichtbogenfestigkeit — nachweisbar über Herstellerdokumentation und Prüfberichte (z. B. DIN EN IEC 62271-200 mit IAC, DIN EN IEC 62271-100, DIN EN IEC 62271-102, DIN EN 60529).

Ihr Nutzen

  • Fertigungszeichnungen und 3D-Modelle zur Herstellung und Serviceunterstützung.
  • „Drop-in“-Einschubwagen KVE-10/13 oder Adaptionskit.
  • Prüfprogramme und -anweisungen, Inbetriebnahme-Checklisten, FAT/SAT-Protokolle.
  • Empfehlungen für Schutz & Leit­technik, I/O-Listen für SCADA/DCS, Wartungshinweise.

Unterlagen & Angebot anfragen: inbox@proekt-energo.com

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KVP-10/13 – Austausch des ausfahrbaren Einschubs (Retrofit)

KVP-10/13 — Retrofit der Schaltanlage: Konstruktion, Fertigung, Implementierung

Das Retrofit der KVP-10/13-Zelle ist ein technisch fundierter Ersatz des ausfahrbaren Einschubwagens mit Ölleistungsschalter durch ein modernes Modul mit Vakuum- (oder SF6-)Leistungsschalter, wobei Gehäuse KRU2-10, Sammelschienensysteme und Kabelanschlüsse erhalten bleiben. Wir passen Einschubwagen und Schnittstellen so an, dass die Geometrie der Gegenstücke erhalten bleibt, die normgerechten Verriegelungen realisiert werden und Fehlbedienungen vermieden werden. Ergebnis: längere Schaltlebensdauer, geringeres Betriebsrisiko und minimale Stillstandszeiten der Anlage.

Was wird ersetzt: Einschubwagen (ausfahrbarer Einschub) komplett, Leistungsschalter, Schott-/Blendenmechanismus, mechanische und elektrische Verriegelungen, Satz Führungen und Anschläge, sekundäre Kassette/Steckverbinder; bei Bedarf — Antrieb des Erdungsschalters, Fronttür und Messwandler.
Was bleibt erhalten: Zellgehäuse, Schrankaufbau, Ein-/Abgangskabel, Sammelschienenkanäle und Fundament, Stations-/Schaltplan.

Drei Umsetzungsszenarien:
Re-Use: Einbau eines neuen Leistungsschalters auf dem vorhandenen Einschubwagen mittels Adapterrahmen und Herstellung normgerechter Verriegelungen — minimale CAPEX, jedoch höherer Anteil an Montageaufsicht und Einstellarbeiten vor Ort.
Drop-in: neuer ausfahrbarer Einschub „im Formfaktor KVP-10/13“ mit spiegelgleicher Anschlussgeometrie und Verriegelungslogik — „Plug-in“-Austausch mit kurzer Abschaltzeit.
Factory Retrofit Module: werkseitig vormontiertes Modul mit realisierten Schotten/Verriegelungen, Typprüfungen und vereinheitlichten Schnittstellen — maximale Plan- und Risikosicherheit.

Eingangsdaten für die Auslegung

Vor Projektstart benötigen wir: Eindrähtiges Schema, Kurzschlussdaten, Abgangsliste, Fotos/Maße der Zelle (Front, Seiten, Kontaktfenster), Angaben zur Aufstellhöhe, Klimaausführung und gefordertem IP-Schutz, gewünschte Funktionen der Schutz- und Leittechnik/Telemechanik sowie Daten zu vorhandenen Leistungsschaltern (VMP-10/VMPP-10/äquivalent) und Typen der Sekundärsteckverbinder. So lassen sich Toleranzen für Phasenabstände, Einschubtiefe, Anschlagpositionen und der Einbauort der Sekundärkassette im Voraus abstimmen.

Technische Daten (typisch für das KVP-10/13-Retrofit)

ParameterTypischer Wert / BereichKommentar
Spannungsklasse, kV 10 (Anpassung auf 6 möglich) Gemäß Netz und Isolationsabständen der Anlage
Frequenz, Hz 50 / 60 Abstimmung mit Schutz- & Leittechnik sowie ATS
Nennstrom, A 630–1250 (opt. 1600) Auswahl per thermischer und dynamischer Berechnung
Bemess-Ausschaltvermögen, kA 20–31,5 Mit Reserve gegenüber Altserien „13“
Mechanische Lebensdauer ≥ 10 000 Schaltspiele Für VLS mit Feder-/Magnetantrieb
Stellungen des Einschubs Betrieb / Prüf / Ausgefahren Rastungen über Führungen und Schlösser
Schalterantrieb Federbetätigt oder elektromagnetisch Entsprechend Schaltprofil und Schutzanforderungen
Frontschutz IP gemäß Projekt (typ. IP20…IP54) Erhöhung durch Verkleidungen und Dichtungen
Schnittstelle Sekundärkreise Abnehmbare Kassette/Steckverbinder, einheitliche Belegung Kennzeichnung und Prüfprotokolle im IBN-Paket
Form-/Fit-Kompatibilität „Im Formfaktor KVP-10/13“ Adapterrahmen und Schnittstellen im Lieferumfang
Schutztechnik Mikroprozessorgestützte IEDs Ereignis-/Störschreiber, Oszillografie
Prüfungen Routine- und Abnahmeprüfungen Werk (FAT) und/oder vor Ort (SAT)

Kompatibilität und Geometrie

Der neue Einschubwagen reproduziert die Anschlussmaße KVP-10/13: Polüberstand, Achsen der Hauptkontakte, Anschlagpositionen und Lage der Schottfenster. Bei der Bestandsaufnahme erfassen wir die Ist-Geometrie und gleichen Abweichungen mit einstellbaren Führungen, Distanzstücken und Adaptern aus. Obligatorisch sind Prüfungen der Koaxialität von Steck-/Buchs­kontakten, der Schließkräfte sowie die Funktionsprüfung des Schottmechanismus in den Stellungen „Prüf“ und „Ausgefahren“.

Sicherheit und Betrieb

Mechanische und elektrische Verriegelungen verhindern Bewegungen des Einschubs bei geschlossenem Leistungsschalter, blockieren das Ausfahren ohne anliegende Erdung und stellen das Verschließen der Hauptkontakt-Öffnungen in Nicht-Betriebsstellungen sicher. Bei Bedarf realisieren wir motorisiertes Ein-/Ausfahren mit Bedienung bei geschlossener Tür, Stellungsanzeigen und Zustands­sensorik mit Anbindung an SCADA/DCS.

Lieferumfang des Retrofit-Kits

Einschubwagen mit Leistungsschalter; Satz Adapter für Hauptkontakte; Schott-/Blendenmechanismus; Verriegelungssystem; Sekundärkassette; Sätze für flexible/starre Schienenverbindungen; Befestigungsmittel und Einstelllehren; Betriebs- und Montageunterlagen; Inbetriebnahme-Prüfpaket mit Formularen. Projektabhängig — Schutztechnik-Fronttür, Wandler (CT/VT), Zwischenverkabelung, Heiz-/Belüftungssatz.

Ausführungsvarianten und Vergleich

KriteriumRe-Use (Adaption)Drop-in (neuer Einschub)Factory Retrofit Module
Umsetzungsdauer Mittel; abhängig von Modifikationen Kurz Minimal
CAPEX Niedrig Mittel Hoch
Vor-Ort-Aufwand Erhöht Niedrig Minimal
Werksfertigungsgrad Teilweise Hoch Maximal
Empfindlichkeit gegenüber Zellgeometrie Hoch Mittel Niedrig/Mittel
Flexibilität bei Schalterwahl Hoch Hoch Hoch (innerhalb der Modulreihe)

Normen und Prüfungen

Die Umsetzung erfolgt gemäß geltenden Normen für Mittelspannungsgeräte: allgemeine Anforderungen an Leistungsschalter und Metallschaltanlagen, IP-Schutzarten der Gehäuse, Anforderungen an Trenn-/Erdungsschalter sowie Typ- und Routineprüfungen. Das IBN-Programm umfasst Geometrieprüfungen, elektrische Kennwerte, Verriegelungsfunktionen, Messung der Kontaktübergangswiderstände sowie Routine- und Abnahmeprüfungen (FAT/SAT).

Dokumentation und Fertigung

Wir liefern Anfragebögen, Vorab-Technik (für Ausschreibungen), vollständige Fertigungszeichnungen (DWG/DXF), 3D-Modelle (STEP/Parasolid), Baugruppen (SolidWorks), Stücklisten und ITP/QA-Pläne, Stromlauf- und Anschlusspläne, Fertigungsabläufe, Montage-/Einstellanweisungen, IBN-Prozeduren, typische Retrofit-Planpakete, Betriebs-/Wartungsanleitungen. Zeichnungen werden an Kundenausrüstung und die Möglichkeiten des jeweiligen Fertigungsstandorts angepasst.

Wirtschaftlichkeit

Durch Beibehaltung von Gehäusen und Kabelinfrastruktur ist das Retrofit günstiger als ein vollständiger Austausch der Schaltanlage und deutlich schneller in Betrieb zu nehmen. Der Vakuumschalter reduziert Wartungsaufwände und eliminiert den Umgang mit Isolieröl. Eine etappenweise Modernisierung mehrerer Zellen minimiert die Gesamtausfallzeit.

FAQ — Retrofit KVP-10/13

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KRU K-59  – Austausch des ausfahrbaren Einschubs (Retrofit)

K-59  – Austausch des ausfahrbaren Einschubs (Retrofit)

Retrofit ist die Modernisierung bzw. teilweise Umrüstung von kompletten Schaltanlagen (KRU) und KSO durch Ersatz verschlissener Ausrüstung durch moderne Äquivalente – ohne vollständigen Umbau des Schaltanlagenraums.
Im Vordergrund steht der Austausch der am stärksten verschlissenen und kritischsten Baugruppe – des Ölleistungsschalters. Als neue Schaltgeräte kommen Vakuum- oder SF6-Leistungsschalter mit Feder- bzw. Elektromagnetantrieb zum Einsatz; im Unterschied zu Ölschaltern sind sie weitgehend wartungsfrei, bieten eine erhöhte Lebensdauer und stabile Lichtbogenlösch-Eigenschaften. Möglich ist auch eine umfassendere (komplexe) Modernisierung der KRU: Blockweiser Austausch des Fachs mit Ersatz des Einschubs, des Shutter-Mechanismus, des Erdungsschalter-Antriebs, der Tür, des Relais-/Sekundärschranks und – falls erforderlich – Anpassung der Kabelendverschlüsse.
Die Zuverlässigkeit einer KRU oder KSO hängt direkt von der Zuverlässigkeit der Schaltgeräte ab. Eine solche Modernisierung ist eine einfache und kosteneffiziente Lösung für das Abnutzungsproblem von Schaltern älterer Schaltanlagen und trägt zur Erhöhung der Betriebssicherheit bei.
Der Retrofit von Bestandsanlagen ist wirtschaftlich günstiger als die Anschaffung neuer Ausrüstung mit Projektierung, Bau-/Montagearbeiten und Ausgleich von Ausfallkosten während der Umrüstung; gleichzeitig gewährleisten periodische Instandsetzungen ausgeschöpfter Schalter nicht die erforderliche Versorgungszuverlässigkeit. Andere Zellen-Baugruppen müssen dabei nicht zwingend ersetzt werden.

Zweck und Einsatzbereich

Der Retrofit des ausfahrbaren Einschubs der KRU K-59 dient der Lebensdauerverlängerung bestehender Mittelspannungs-Schaltanlagen 6–10 kV (50 Hz) in Industrieanlagen, Energie-Umspannwerken sowie in der Infrastruktur von Versorgern und Verkehr. Hauptziel ist der Ersatz technisch und physisch veralteter (Mittel-)Öl-Leistungsschalter durch moderne Vakuum- oder SF6-Schalter mit minimalem Eingriff in die Zellkonstruktion und ohne Tausch von Sammelschienen, Fundamenten und Kabeleinführungen. Die Lösung ermöglicht:
- Einhaltung aktueller Anforderungen an Sicherheit und Betriebssicherheit;
- Reduzierte Betriebskosten (kein Ölmanagement, weniger Instandhaltung, planbare Serviceintervalle);
- Höhere Anlagenverfügbarkeit dank verkürzter Reparatur-/Wartungszeiten und schneller Demontage/Montage des Einschubs;
- Kompatibilität mit moderner Schutz- und Leittechnik (Einbau neuer Schutzgeräte mit Selbstdiagnose, Ereigniserfassung und Kommunikationsprotokollen).

Typische Einsatzbereiche sind Einspeise-/Verteilknoten von Umspannwerken 6–35 kV, Eigenbedarfsschaltanlagen von Kraftwerken, Werksverteilungen (GPP, PP, ZRP), Anlagen der Bergbau-, Öl-&-Gas-, Chemie-, Metall- sowie Zellstoff-/Papierindustrie und das Energiemanagement von Infrastruktur (Flughäfen, U-Bahnen, Rechenzentren, Logistik-Hubs). Mit dem Retrofit lassen sich die Abschaltleistung der Abgänge rasch wiederherstellen, geforderte Schutzkennwerte und Selektivität erreichen, die Instandhaltungskultur anheben und die Arbeitssicherheit des Betriebspersonals erhöhen.

Technische Daten (typische Werte)

ParameterWert/BereichBemerkung
Nennspannung, kV 6; 10 (Isolationsauslegung bis 12) Projekt- und Netzabhängig
Bemessungsstrom Hauptstromkreis, A 630 / 1000 / 1250 / 1600 / 2000 / 2500 Abhängig vom Abgang
Bemessungskurzschluss-Ausschaltstrom, kA 20 / 25 / 31,5 (3-phasig) Nach IEC 62271-100
Thermische Kurzzeitfestigkeit 1 s, kA 20–31,5 Wärmefestigkeit (Ith)
Dynamische Kurzschlussfestigkeit, kA (Scheitel) 50–80 Abhängig von der Schalterserie (Ip)
Schalterklasse E2 / M2 / C2 Schalt-/Mechanik-/Kapazitiv-Klassen
Antrieb Feder-/Elektromagnetantrieb Option Motorantrieb
Hilfsenergie, V 110/220 V DC (andere auf Anfrage) Für Relais und Antrieb
Schutzart IP 2X im Fach, höher nach Projekt Nach IEC 60529
Schnittstelle Sekundärkreise Einheitlicher Steckverbinder Kennzeichnung gemäß Projektdokumentation
Mechanische Lebensdauer ≥ 10 000–30 000 Zyklen Je nach Schaltermodell
Temperaturbereich, °C -25…+40 (-40 auf Anfrage) Mit Heizelementen
Kompatibilität Schutz-/Leittechnik Moderne digitale Schutzrelais mit Protokollen (IEC 61850/Modbus u. a.) Nach Projektspezifikation

Betriebsbedingungen

Die Lösung ist für den Betrieb in Innenraum-Schaltanlagen unter folgenden Bedingungen vorgesehen (sofern projektseitig nicht anders festgelegt):
- Umgebungstemperatur: -25 °C bis +40 °C; auf Wunsch Ausführung für -40 °C mit Heizung/Isolationsschirmen;
- relative Luftfeuchte: bis 95 % bei +25 °C ohne Kondensation; bei hoher Feuchte empfiehlt sich der Einsatz von Heizern und Trockenmitteln im Sekundärschrank;
- Höhenlage: bis 1000 m ü. NN (darüber nach Vereinbarung mit Anpassung der Isolationsabstände und/oder Isolationsniveaus);
- Aufstellkategorie: Räume ohne leitfähigen Staub und aggressive Gase; Verschmutzungsgrad gemäß Projektkategorie; für anspruchsvolle Umgebungen sind Staub-/Feuchteschutzmaßnahmen vorgesehen (Türdichtungen, Isolierschirme, abgedichtete Einführungen);
- Erdbebensicherheit: gemäß Projekt (lösbar bis ca. 7–8 MSK/Richter mit Nachweisen durch Berechnung und/oder Prüfungen).

Klimatische Ausführung und Aufstellkategorie werden nach den Anforderungen des Standorts gewählt, unter Bezug auf EN/IEC 60721-3-3 (stationäre Nutzung, wettergeschützte Standorte) bzw. projektbezogen EN/IEC 60721-3-4 für Außenbereiche. Für nördliche Regionen kommen Heizer und Feuchteschutz im Sekundärschrank zum Einsatz; für staubige Industrien verstärkte Shutter-Mechanismen, Schirme und regelmäßige Inspektionen. Betrieb bei anlagentypischen Vibrationen im Rahmen des KRU-Standards ist zulässig.

Aufbau und konstruktive Lösungen

Der ausfahrbare Einschub wird auf Basis eines Adapterrahmens gebildet, der die Anbindung des neuen Leistungsschalters an die vorhandenen Gegenstücke der K-59-Zelle sicherstellt: Strom-Tulpen/Steckkontakte, Sammelschienen, Shutter-Mechanismus und Erdungsschalter-Antrieb. Die Konfiguration umfasst:
- modernen Leistungsschalter (Vakuum oder SF6) mit integriertem Feder-/Elektromagnetantrieb, ausgelegt für die Klassen E2/M2/C2 und die vorgegebenen Ausschaltströme;
- mechanische Adaption: Führungen, Rastungen, Anschläge und Übertragungselemente zur Beibehaltung der Kinematik beim Aus-/Einfahren in den Stellungen AUS/PRÜFEN/BETRIEB; bei Bedarf neuer Antrieb des Rahmenmechanismus mit Möglichkeit der motorischen Ein-/Ausfahrt bei geschlossener Tür;
- Shutter-Mechanismus mit automatischem Schließen der Kontaktöffnungen beim Ausfahren zur Sicherstellung der Schutzart und Isolationsabstände;
- Adapter der Sekundärkreise mit einheitlichem Steckverbinder, 1:1-Zuordnung der bestehenden Kreise und eindeutiger Kennzeichnung; bei Bedarf Umstieg auf einen neuen Steckverbinder-Typ unter Beibehaltung der Zellverdrahtung;
- Erdungsschalter-Antrieb (falls in der Zelle vorhanden) mit Beibehaltung oder Modernisierung von Gestängen und Verriegelungen; optional Einbau eines neuen, schnellschaltenden Erdungsschalters mit Einschaltvermögen;
- Integration der Schutz- und Leittechnik: Einbau neuer digitaler Schutzgeräte (ANSI/IEC-Funktionen), Strom- und Spannungswandler der erforderlichen Genauigkeitsklassen, Anzeige-/Bedienfelder, Stellungsgeber;
- „Geschlossene-Tür/Innenlichtbogen“-Maßnahmen: Möglichkeit der Fern-Ein/-Ausfahrt sowie Ein-/Ausschaltung des Leistungsschalters bei geschlossener Tür, Einbausichtfenster und Schilder, ergänzende Druckentlastungs-/Lichtbogenkanäle und Berstmembranen (falls projektseitig vorgesehen);
- Lebenszyklus: modulare Komponenten, Ersatzteilverfügbarkeit, Servicefreundlichkeit (schneller Zugang zu Antrieben, Lagern, Kontaktsystemen).

Bei Bedarf erfolgt ein blockweiser Austausch des Fachs (Rahmenkonstruktion) – werkseitig wird ein Modul mit installiertem Leistungsschalter, Shutter-Mechanismen, Rast-/Adapterelementen und Anbindung an die vorhandenen Kontakt-Tulpen gefertigt. Das Modul ermöglicht minimale Inbetriebnahmezeiten, einheitliche Verriegelungen sowie Typ-, dielektrische und Funktionsprüfungen im Modulverbund.

Sicherheit

Das Sicherheitskonzept umfasst serienmäßige und zusätzliche mechanische/elektrische Verriegelungen, die Fehlbedienungen verhindern: Verbot der Einfahrt bei eingeschaltetem Schalter, Sperre der Schalterbetätigung in Zwischenstellungen, Türverriegelung bei eingeschaltetem Erdungsschalter, Master-Key-Schließungen und Vorhängeschloss-Ösen für Freischalt-/Sperrmaßnahmen (Lockout-Tagout). Shutter-Mechanismen schirmen beim Ausfahren automatisch aktive Teile ab; Spannungsanzeigesysteme (VPIS/VDS), Stellungs-Mikroschalter und klemmbare, fehlersichere Anschlussblöcke kommen zum Einsatz. Auf Wunsch wird die Fernbedienung von Ein/-Ausfahrt und Schalterbedienung umgesetzt, um das Risiko durch Innenlichtbogen auf das Personal zu reduzieren. Die Konstruktion stellt erforderliche Kriechstrecken und Luftabstände sicher und bildet interne Trennungen zwischen den Fächern gemäß Projektkategorie.

Fertigungsvarianten

Für die K-59 stehen verschiedene Modernisierungstiefen zur Verfügung – vom reinen Schaltertausch auf dem vorhandenen Einschub bis zur Lieferung eines werkseitigen Komplettmoduls. Die Auswahl richtet sich nach Terminvorgaben, Budget, Zustand der Zelle und Instandhaltungsstrategie vor Ort. Eine zusammenfassende Gegenüberstellung:

VarianteLeistungsumfangVorteileBesonderheiten/Einschränkungen
A. Schaltertausch auf vorhandenem Einschub Adaptionskit + neuer Leistungsschalter; Nachrüstung Verriegelungen, Sekundärkreise, mechanische Prüfung Niedrigste Materialkosten; gewohnte Kinematik bleibt erhalten Erfordert mechanische Arbeiten, mehr Zeit für Inbetriebnahme; abhängig vom Zustand des Rahmens
B. Vollständiger Ersatz des Einschubs Neuer Einschub im K-59-Raster, 100 % Verriegelungs-Kompatibilität Kurze Inbetriebnahme; alter Einschub bleibt als Reserve Höhere Kosten, aber geringerer Montageaufwand; benötigt Typ-Anpassung/Schablonen
C. Werkseitiges Modul („One-Fit“-ähnlich) Werksrahmen mit Schalter, Shutter und Verriegelungen Kurzer Stillstand, Typprüfungen, hohe Wiederholgenauigkeit Abhängig von Alt-Zellenmaßen; Prüfung der Passung von Einführungen/Schienen erforderlich

Normenkonformität

Der Retrofit erfolgt unter Berücksichtigung gültiger Normen für Mittelspannung. Typische Regelwerke für neue Komponenten und Baugruppen:
- IEC 62271-1 – Allgemeine Anforderungen an Schaltgeräte und Schaltanlagen der Mittelspannung;
- IEC 62271-100 – Anforderungen an Wechselstrom-Leistungsschalter (E/M/C-Klassen, Ströme, Schalteigenschaften);
- IEC 62271-200 – Anforderungen an metallgekapselte Innenraum-Schaltanlagen (Zugangs-/Trennkategorien);
- IEC 62271-102 – Anforderungen an Trenn- und Erdungsschalter (Einschaltvermögen und Verriegelungen);
- IEC 60529 – Schutzarten von Gehäusen (IP-Codes) für Türen und Fächer;
- IEC 60068/IEC 62262 – Umwelteinflüsse/Schlagfestigkeit für Einzelbaugruppen (projektspezifisch).
Umfang und Inhalte der Typ-/Abnahmeprüfungen werden durch das Inbetriebnahmeprogramm festgelegt und entsprechen der Projektdokumentation.

Einbindung von Auftragnehmern und Partnern

Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern, Herstellwerken und Investoren, die an der Serienfertigung und Implementierung von Modernisierungslösungen für K-59 und kompatible KRU-Serien interessiert sind. Mögliche Kooperationsmodelle: Lieferung von Konstruktionsunterlagen (KD) zur Eigenfertigung, Auftragsfertigung einzelner Baugruppen, Co-Branding fertiger Module, Lokalisierung der Blechfertigung, Schulung und Autorenaufsicht bei der Umsetzung. Für umfangreiche Retrofit-Programme in Unternehmen erstellen wir Standardlösungen, Budgetrahmen, Liefer- und Inbetriebnahmepläne „schlüsselfertig“.

Wir bieten Ihnen Unterlagen für den Austausch des ausfahrbaren Einschubs der KRU K-59 (Retrofit):

– Vorläufige technische Unterlagen zur Teilnahme an Ausschreibungen für den Austausch des Einschubs der KRU K-59. Wir bereiten die Informationen zur Bewertung der Herstellbarkeit gemäß Ausschreibungsanforderungen sowie Datenblätter/Fragebögen für Sie vor.
– Fertigungszeichnungen, 3-D-Modelle und weitere notwendige Unterlagen für die Herstellung des Einschubs der KRU K-59 in Ihrem Werk. Wenn Sie keine Eigenfertigung planen, unterstützen wir die Vergabe an externe Betriebe. In Ihrem Werk erfolgen Endmontage und Einbau.
– Sämtliche Dokumentation wird bei Bedarf an die Projektanforderungen sowie an die technologischen Möglichkeiten Ihres Unternehmens angepasst.
– Ist auf der Station Ausrüstung eines anderen Herstellers installiert, erstellen wir für Sie ergänzend Unterlagen zur Fertigung gleichwertiger, kompatibler Ausrüstung.

Ihre Vorteile bei der Zusammenarbeit mit uns:

– Keine Notwendigkeit, hochqualifiziertes Ingenieur-Personal vorzuhalten – Sie erhalten ein vollständiges Dokumentationspaket für das Produkt, mit dem ein Ingenieur mittlerer Qualifikation arbeiten kann.
– Keine Prototypenfertigung erforderlich – unsere Erfahrung ermöglicht den erfolgreichen Start der Serienproduktion.
– Bei Arbeit nach unseren Unterlagen erhalten Ihre Fachkräfte Beratung zu allen Details des Austauschs des Einschubs der KRU K-59.

Für zusätzliche Informationen zum Austausch des ausfahrbaren Einschubs der KRU K-59 (Retrofit) wenden Sie sich bitte an: inbox@proekt-energo.com

PDF – Technische Informationen zum Austausch des Einschubs der KRU K-59 herunterladen

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KRU K-104  – Austausch des Einschubwagens (Retrofit)

KRU K-104  – Austausch des Einschubwagens (Retrofit)

Retrofit bedeutet die Modernisierung bzw. der partielle Umbau von KRU/KSO durch Austausch verschlissener Baugruppen gegen moderne Geräte, wodurch Investitionen in die vorhandenen Felder erhalten bleiben.
Im Mittelpunkt steht der Ersatz des kritisch verschleißenden und sicherheitsrelevanten Elements – des Ölschalters. Eingesetzt werden Vakuum- oder SF6-Leistungsschalter mit Feder- bzw. elektromagnetischem Antrieb; sie benötigen im Vergleich zu Ölschaltern weniger Wartung, besitzen eine hohe Lebensdauer und bessere Kurzschluss-Ausschaltwerte. Möglich ist auch eine umfassende Modernisierung der Schaltanlage: Blockweiser Tausch des Abteils einschließlich Einschubwagen, Schott-/Blendenmechanismus, Erdungsschalter-Antrieb, Türen, Relais-/Schutzschrank sowie Ersatz veralteter Anzeigeelemente und Schlüsselverriegelungen.
Die Zuverlässigkeit einer KRU oder KSO hängt direkt von der Schalttechnik ab. Eine solche Modernisierung ist eine einfache und wirtschaftliche Lösung, die die Ausfallwahrscheinlichkeit reduziert und die Lebensdauer der Schaltanlage verlängert.
Das Retrofit bestehender Ausrüstung ist günstiger als eine Neuanschaffung, vereinfacht Planung/Montage und verkürzt Unterbrechungen der Stromversorgung; regelmäßige Instandsetzungen von Ölschaltern bieten keine Garantien, während viele Zellbaugruppen erhalten werden können.

Zweck und Anwendungsbereich

Das Retrofit-Projekt für den Einschubwagen der KRU K-104 ist für den schnellen Austausch veralteter Ölschalter gegen moderne Vakuum- oder SF6-Leistungsschalter ausgelegt – bei Beibehaltung des Zellgehäuses, der Sammelschienenbrücken, Kabeleinführungen und Sekundärkreise. Die Lösung ist für Mittelspannungs-Schaltanlagen 6–10 kV in Industrie, Energiewirtschaft, Rohstoffgewinnung und Infrastruktur (Trafostationen, Umspannwerke, Hauptverteilungen) geeignet sowie für Anlagen mit hohen Anforderungen an die Versorgungs­kontinuität: Rechenzentren, Öl & Gas, Metallurgie, Verkehr, Gesundheitswesen.

Die Hauptziele des Retrofits: Erhöhung der elektrischen und brandschutztechnischen Sicherheit; Senkung der Betriebskosten (OPEX); Reduzierung von Stillständen bei Instandhaltung/Wartung; Anpassung an aktuelle Anforderungen bezüglich Isolationskoordination, Schaltvermögen und Verriegelungen; Integration digitaler Schutztechnik und Zustands-/Lebensdauerüberwachung des Leistungsschalters; erweiterter Service – vom „schlüsselfertigen“ Paket bis zur Lieferung von Unterlagen für die Eigenfertigung.

In der Standardkonfiguration ist der neue Einschubwagen vollständig kompatibel zu Einbaupunkten, Kontakt­system (Tulpenkontakte/Kontaktmesser), mechanischen und elektrischen Verriegelungen. Zur Beschleunigung der Umsetzung sind drei Basisansätze vorgesehen: Adaption des vorhandenen Einschubwagens auf den neuen Leistungsschalter; Lieferung eines neuen, kompletten Einschubwagens; Einsatz eines werksseitigen „Retrofill“/„Hard-Bus“-Moduls (z. B. Lösungen der Klasse One-Fit/ähnliche) mit vorab entwickelten Schnittstellen und erprobten Prüfungen.

Technische Daten (typische Bereiche)

ParameterWert/BereichHinweis
Bemessungsspannung 6; 10 kV (50/60 Hz) Gemäß Ausgangsdaten der Schaltanlage
Bemessungsstrom der Hauptstrombahn 630–3150 A Abhängig von Schalterreihe und Sammelschienen
Bemessungs-Kurz­schlussausschaltstrom 20–31,5 kA (1 s) Andere Werte projektspezifisch möglich
Stoßstromfestigkeit (Einschalt-KS, Spitze) bis 50–80 kA peak Gemäß Datenblatt des gewählten Schalters
Betriebskategorien E1/E2; C1/C2 Für Vakuum-Leistungsschalter (Lebensdauer/häufiges Schalten)
Schutzart des Gehäuses IP3X–IP4X (Außenflächen), IP2X (Bedienbereiche) Nach Aufstellungsort auszuwählen
Klimatische Ausführung von -5 °C bis +40 °C (Tagesmittel ≤ +35 °C) Erweiterter Bereich auf Anfrage
Aufstellhöhe ≤ 1000 m über NN Darüber: Anpassung der Isolationskoordination
Antrieb des Leistungsschalters Feder-/elektromagnetischer Antrieb Mit Fernsteuerung/Fernanzeige
Hilfs-/Steuerspannung AC/DC, 24–230 V Gemäß Projektvorgaben
Kompatibilität Schutz-/Leittechnik Digitale Schutzgeräte, IEC 61850 (Option) Prozessbus-Anbindung auf Anfrage

Betriebsbedingungen

Das Retrofit-Kit wird für normale Einsatzbedingungen von luftisolierten, innen aufgestellten Schaltanlagen ausgelegt. Typische zulässige Bedingungen (orientiert an Anforderungen der Mittelspannung): Umgebungstemperatur -5 °C bis +40 °C bei Tagesmittel ≤ +35 °C; relative Luftfeuchte bis 95 % (kurzzeitig) ohne Kondensation; Aufstellhöhe bis 1000 m (höhere Lagen erfordern Anpassung der Isolationsabstände und Prüfparameter); industrielle Verschmutzung; keine explosionsfähigen Staub-/Gasgemische; Vibrationen innerhalb der für Schaltanlagen üblichen Grenzen.
Auf Anfrage sind Ausführungen für erweiterte Klimabereiche (Kälte, feucht-tropisch, staubige Räume) sowie mit erhöhter Kondensationsbeständigkeit (Zusatzheizer, Belüftung, Beschichtungen) möglich. Für erdbebengefährdete Regionen werden Nachweise und Befestigungen gemäß geforderter Intensität vorgesehen.

Anordnung und konstruktive Lösungen

Die Projektkonzeption basiert auf der maximalen Nutzung der vorhandenen Metallkonstruktion der K-104-Zelle und der Beibehaltung der Schaltanlagen-Architektur. Zum Lieferumfang des Retrofits gehören: neuer Einschubwagen auf Schienen mit Schalterantrieb; Adapter/Übergangsplatten für das Kontaktsystem; Schott-/Blendenmechanismus mit Führungen und Dämpfern; Antrieb des Erdungsschalters (bei Türmontage – Kompatibilität zu Bedienelementen sichergestellt); Satz Schotten und Lamellen für das Einschubabteil; erneuerte Schlösser/Schlüsselverriegelungen; sekundäre Schnittstellen (Klemmenleisten, Kabelbäume, Steckverbinder) mit Kennzeichnung; Schilder- und Warnkennzeichensatz.

Der Leistungsschalter – bevorzugt Vakuum, alternativ SF6 – wird nach den Eingangsdaten ausgewählt: Spannung 6/10 kV, Frequenz (50/60 Hz), Bemessungsstrom 630–3150 A, Bemessungs-Kurz­schlussausschaltstrom 20–31,5 kA (auf Anfrage höher), mechanische Lebensdauer, Kompatibilität zur Schutztechnik (elektromagnetische/Federantriebe), Optionen für Fernsteuerung, Stellungsanzeige und Diagnostik. Lösungen mit vergossenen Polen (embedded pole) zur Erhöhung der Beständigkeit gegen Feuchte und Staub sind vorgesehen; modulare Antriebe mit reduziertem Wartungsumfang sind möglich. Im Einschubwagen sind mechanische und elektrische Verriegelungen für Türen/Erdungsschalter/Schubmechanik realisiert, die Fehlbedienungen ausschließen. Hauptstromkontakte sind silberhaltig, gefedert und für wiederholte Ein-/Ausfahrzyklen sowie „Hot-Plug“-Anschlüsse ausgelegt.

Die Anordnung berücksichtigt die Beibehaltung der Höhenmaße und Auszugstiefen der K-104, die Einstellung von Anschlägen und Endschaltern, die Vereinheitlichung der Befestigungselemente (Schrauben, Nieten, Gewindeeinsätze) sowie die Möglichkeit einer reversiblen Modernisierung – der alte Einschubwagen kann als Reserve eingelagert werden. Im Schottenmechanismus wird ein schlagzäher, UV- und alterungsbeständiger Isolierstoff verwendet; Verriegelungsantriebe besitzen Serviceöffnungen zur Revision. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit werden Sekundärkreise auf Klemmen mit Federzuganschluss und 5,08-mm-Raster ausgeführt; Kabelbäume aus wärmebeständigen Leitungen mit Doppelkennzeichnung (Signal/Funktion); sämtliche Stromlauf- und Anschlusslisten werden aktuell mitgeliefert.

Die Integration moderner Schutz-/Leittechnik-Terminals (IEC 61850-ready, SPS/SCADA-Optionen) erfolgt in das vorhandene Relaisfach oder in einen zusätzlich gelieferten Schrank. Optional sind integrierte Strom-/Spannungswandler (inkl. kompakter Sensoren) sowie Temperatur-/Teilentladungs-Sensorik zur Zustandsüberwachung. Zur Verbesserung der Isoliereigenschaften sind Phasen- und Phasen-Erde-Schirme sowie eine optimierte Luftführung im Abteil vorgesehen.

Sicherheit

Die Personensicherheit wird durch ein Maßnahmenpaket gewährleistet: mechanische und elektrische Verriegelungen, Tür-Zwischenverriegelungen, Schlüsseltauschsysteme, Zwangsfreischaltung der Steuerspannung beim Wechsel in die Wartungsstellung, Erdung mit sichtbarer Trennstrecke, Phasen- und Phasen-Erde-Schirme, Schutzschotten mit automatischem Schließen beim Ausfahren des Einschubwagens. Die korrekte Stellung wird über Endschalter erfasst und an der Front angezeigt. Auf den Türen befinden sich Brandschutz-Piktogramme und EHS-Hinweise; Schilder zur Kennzeichnung der Bemessungs-Kurzschlusswerte und der IAC-Klasse sind – falls anwendbar – vorgesehen.

Zur Begrenzung lichtbogenbedingter Schäden werden konstruktive Maßnahmen eingesetzt: Verstärkung der Paneele im potenziell beanspruchten Bereich, Druckentlastungskanäle, verstärkte Türscharniere, robuste Verriegelungen. Bei Bedarf sieht das Projekt Lichtbogendetektoren mit Hochgeschwindigkeits-Abschaltung (über Schutzgerät) und lichtbogenbegrenzende Lösungen vor. Die Schutzart wird nach dem Aufstellungsort gewählt (für Innenaufstellung i. d. R. mind. IP3X an der Gehäuseoberfläche und IP2X in Bedienbereichen; auf Wunsch IP4X/IP54 für Türen des Relaisfachs). Alle Warnhinweise und Schilder werden mehrsprachig mit internationalen Symbolen ausgeführt.

Fertigungsvarianten

Wir bieten drei typische Modernisierungs-Szenarien. Die Wahl hängt von Terminen, Budget, Prüfanforderungen und dem gewünschten Grad der Vereinheitlichung des Schalterparks ab. In der Praxis wird häufig eine Mischstrategie eingesetzt: „Schneller“ Wiederanlauf kritischer Abgänge durch Einbau eines neuen Einschubwagens und schrittweise Adaption der übrigen.

VarianteKern der LösungVorteileBesonderheiten/Einschränkungen
Adaption des vorhandenen Einschubwagens Montage des neuen Leistungsschalters auf dem Original-Chassis mit Adaptersatz, Anpassung der Verriegelungen und Sekundärkreise, Isolationskontrolle. Minimale Kosten; vertraute Mechanik bleibt; flexibel hinsichtlich Schalterfabrikaten. Mehr mechanische Nacharbeit; exakte Justage erforderlich; längere Dauer; Typprüfungen begrenzt (FAT/Isolationsprüfungen und Abnahmen).
Neuer Einschubwagen komplett Lieferung eines neuen Chassis mit Schalter, Schotten, Verriegelungen und Kabelbäumen; Abmessungen und Schnittstellen – kompatibel zur K-104. Schnelle Inbetriebnahme; minimale Arbeiten vor Ort; alter Einschub als Reserve; wartungsfreundlich. Etwas höhere Kosten; Logistik/Lagerung erforderlich.
Werksmodul „Retrofill“/„Hard-Bus“ (Klasse One-Fit/analog) Integriertes Modul mit fertigen Kontakt-Schnittstellen, Schotten, Verriegelungen und erweiterten Typprüfungen. Kurze Stillstandszeiten; verbesserte Isoliereigenschaften; standardisierte Instandhaltung; hohe Montage-Reproduzierbarkeit. Anforderungen an die Einbaukompatibilität; festgelegter Lieferumfang; höhere Kosten, jedoch planbares Ergebnis.

Normenkonformität

Das Retrofit-Projekt zielt auf die Anpassung der Schalttechnik an die Anforderungen geltender internationaler und harmonisierter Normen. Je nach gewählter Konfiguration und Prüfprogramm werden berücksichtigt:

  • IEC 62271-1 - Allgemeine Anforderungen an Mittelspannungs-Schaltgeräte (Betriebsbedingungen, Isolationskoordination, Prüfungen).
  • IEC 62271-100 - Wechselstrom-Leistungsschalter > 1 kV (Ausschaltklassen, Kurzschluss-Parameter, Prüfzyklen).
  • IEC 62271-102 - Trennschalter und Erdungsschalter (sichtbare Trennstrecke, Verriegelungen, mechanische Festigkeit).
  • IEC 62271-200 - Metallgekapselte Mittelspannungs-Schaltanlagen bis 52 kV (Klassifizierung, Abteile, innere Lichtbogenfestigkeit IAC, Schutzarten).
  • IEC 60529 - Schutzarten von Gehäusen (IP-Code für Türen, Abteile und Bedienelemente).
  • Bei Digitalisierung: IEC 61850 - Stations-/Prozesskommunikation (auf Anfrage).

Einsatz von Partnern und Kooperationen

Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern, Herstellern von Elektroausrüstung, Automatisierungs-Integratoren und Investoren, die an der Fertigung/Local Content ähnlicher Lösungen interessiert sind. Kooperationsmodelle: Lizenzierung des Konstruktionspakets mit autorenbegleitender Unterstützung; gemeinsame Pilotserie mit anschließendem Serieneinsatz; OEM-Fertigung der Einschubwagen unter Ihrer Marke; Vertragsfertigung einzelner Baugruppen (Schotten, Chassis, Kontaktadapter, Verriegelungsantriebe). Wir liefern Fertigungsempfehlungen für Zuschnitte/Mechanikbearbeitung, Toleranz-/Passungsplan, Justierschablonen, Anforderungen an Beschichtungen/Lackierung, Ablaufkarten und Checklisten für die Qualitätssicherung.

Bereitgestellte Dokumentation

Der Dokumentationsumfang wird projektspezifisch zusammengestellt und umfasst: Gesamtmontagezeichnungen des Einschubwagens; Stücklisten (BOM) mit Verbrauchsnormen; Sekundärschaltpläne und Kabeljournale; Schemata mechanischer und elektrischer Verriegelungen; Montage-/Justieranleitungen für das Kontaktsystem; Prüfprogramme und -anleitungen (dielektrische und mechanische Prüfungen, Prüfung der Verriegelungen, Kontrolle der Isolationsabstände); Betriebsunterlagen (Datenblatt, Anleitung, Listen für Ersatz-/Verschleißteile); 3D-Modelle und 2D-DXF für CAM. Formate: DWG/DXF, PDF, DOCX, XLSX; 3D - STEP/Parasolid; nach Vereinbarung - SolidWorks (SLDPRT/SLDASM), eDrawings.

Projektphasen

  1. Begehung/As-Is der K-104 und Erfassung der Ausgangsdaten (Bemessungen, Kurzschlussdaten, Pläne, Sammelschienen/Kabel, Abmessungen, Zustand).
  2. Engineering der Einschubwagen-Anordnung, Auswahl des Leistungsschalters und der Verriegelungen, Abstimmung der Standardlösung.
  3. Fertigung von Chassis/Schotten/Adaptern, Vorbereitung der Sekundär-Kabelbäume, Kennzeichnung, Werks-QS.
  4. Werksprüfungen (FAT) des Einschubwagens und des Leistungsschalters (funktional/dielektrisch, Verriegelungsprüfung).
  5. Lieferung/Montage vor Ort, Justage des Kontaktsystems, Prüfung der Fahrwege/Kräfte, Aktualisierung der Kennzeichnung.
  6. Inbetriebnahme, Schulung des Personals, Übergabe der Betriebsunterlagen und Ersatzteilpakete.
  7. Service: Wartungsplan, Zustandsmonitoring, Lieferung von Ersatz- und Modernisierungssätzen.

Wirtschaftlichkeit und Zeitbedarf

Gegenüber einer vollständigen Erneuerung ermöglicht das Retrofit die Reduzierung direkter Investitionen und indirekter Kosten, die mit langen Stillständen, Demontage, Baumaßnahmen und erneuter Raumzertifizierung verbunden sind. In typischen Projekten beträgt der Anteil wiederverwendbarer Assets (Metallkonstruktion, Sammelschienen, Kabel, Fundamente, Türbaugruppen) 60–80 % der Kosten einer neuen Schaltanlage und senkt damit direkt die TCO. Die Wiederinbetriebnahme eines Abgangs nach Lieferung der Baugruppen erfolgt – je nach Variante und Prüfumfang – innerhalb weniger Stunden bis 1–2 Schichten.

Häufige Fragen

Können vorhandene Stromabnehmer/Tulpenkontakte weiterverwendet werden? In den meisten Fällen wird ein Satz neuer Kontaktgruppen eingesetzt, kompatibel mit der K-104-Schiene; das erhöht die Stabilität der Kontaktkraft und reduziert die Erwärmung.
Sind neue Leistungsschalter mit Tür-/Erdungsschalter-Verriegelungen kompatibel? Ja, die Verriegelungen werden auf die vorhandene Kinematik und Interlocks eingestellt; bei Bedarf werden neue Mechanismen mit Schlüsseln geliefert.
Wie erfolgt die Prüf-/Abnahmeorganisation? Es werden Werks- (FAT, Isolations-, Funktionsprüfungen) und Abnahmeprüfungen vor Ort durchgeführt; Umfang und Liste gemäß Prüf- und Mess-Instruktion. Bei Wahl eines werksseitigen „Retrofill“ werden Teile der Prüfungen durch Typprüfungen des Herstellers abgedeckt.

Ihre Vorteile mit uns:

- Kein Bedarf an hochqualifizierten eigenen F&E-Ressourcen – Sie erhalten ein vollständiges Dokumentationspaket, mit dem auch Ingenieur:innen mittlerer Qualifikation arbeiten können. 
- Keine Notwendigkeit, Prototypen zu bauen – unsere Erfahrung erlaubt den direkten Start in Serienlose. 
- Bei Arbeit nach unserer Dokumentation erhalten Ihre Fachkräfte Beratung zu allen Details des Einschubwagen-Retrofits für KRU K-104.

Für weitere Informationen zum Austausch des Einschubwagens der KRU K-104 (Retrofit) wenden Sie sich bitte an: inbox@proekt-energo.com

PDF – Technische Informationen zum Austausch des Einschubwagens KRU K-104 herunterladen

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KRU KM-1  – Austausch des ausfahrbaren Einschubs (Retrofit)

KRU KM-1  – Austausch des ausfahrbaren Einschubs (Retrofit)

Retrofit (Nachrüstung) bedeutet die Modernisierung bzw. teilweise Umrüstung von KRU- und KSO-Schaltfeldern durch den Ersatz veralteter oder verschlissener Geräte durch moderne Komponenten – ohne vollständigen Umbau der Schaltanlage.
Im Mittelpunkt steht in der Regel der Austausch des am stärksten beanspruchten und sicherheitskritischen Geräts: des Öl-Leistungsschalters. Bevorzugt werden Vakuum- oder SF₆-Leistungsschalter mit Feder-/Elektromagnetantrieb, die wartungsarm sind, eine hohe Zahl von Schaltspielen bieten und häufiges Schalten zuverlässig verkraften. Möglich ist auch eine umfassende Modernisierung der KRU: Blocktausch des Abteils (Einschub, Trennschieber, Erdungsschalter, Türen, Relais-Schrank) sowie die Nachrüstung modernisierter Klemmen und Kabelverschraubungen.
Die Zuverlässigkeit einer KRU oder eines KSO hängt direkt vom Schaltgerät ab. Eine solche Nachrüstung ist ein einfacher, kosteneffizienter Weg, die Betriebsbereitschaft und die Arbeitssicherheit zu erhöhen.
Retrofit ist wirtschaftlicher als eine Komplett­erneuerung, reduziert Planungs-, Montage- und Inbetriebnahmeaufwand und minimiert Stillstände; periodische Wartung alter Schalter garantiert die Zuverlässigkeit nicht, während andere Zellenbauteile meist weiterverwendet werden können.
Typische Austauschvarianten:
Austausch des Leistungsschalters über ein Anpassungs-Kit mit Aktualisierung der Verriegelungen und der Sekundärsteckverbinder; dabei sind Ausschaltzeit und Kontaktandruck zu prüfen. Die wirtschaftlichste, jedoch aufwändigere Variante.
Austausch des kompletten ausfahrbaren Einschubs inkl. Leistungsschalter durch eine neue, in Abmessungen und Verriegelungen vollständig kompatible Einheit. Schnell und nahezu ohne Nacharbeiten; der alte Einschub mit Öl-/Ölminimalschalter kann als Reserve dienen.
„OneFit“ – werksseitig vormontiertes Modul mit Leistungsschalter, mechanischen/elektrischen Verriegelungen, Trennschiebern und angepasstem Kontakt­system. Vorteile:
- verbesserte Isolierabstände und Temperaturüberwachung;
- Typprüfungen gemäß IEC 62271-1/-100 (einschl. mechanischer Lebensdauer);
- hohe Zuverlässigkeit der Mechanik und weniger Montagefehler.

Technische Daten (typisch)

ParameterWertKommentar
Nennspannung 6; 10 (bis 12) kV Abhängig von der Schalter-Baureihe
Nennfrequenz 50 Hz 60 Hz gemäß Pflichtenheft möglich
Nennstrom der Hauptschiene 630…3150 A Größe nach Last/Schienen zu wählen
Grenzausschaltstrom (IK) 16; 20; 25; 31,5 kA 3 s, Stossstrom bis 40–80 kA
Verschleißklasse E2/M2 (C2 – Option) Nach IEC 62271-100
Schaltfolge O-0,3 s-CO-3 min-CO Standard-Sequenz
Antrieb Federantrieb mit Motor Handspannen als Reserve
Gehäuseschutzart IP31…IP41 (konstruktiv) Nach IEC 60529
Betriebsbedingungen -5…+40 °C, r.F. ≤ 95 % Ohne Kondensation; Höhe ≤ 1000 m
Sekundär-Steuerspannungen 110/220 V DC; 220/380 V AC Klemmen vibrationsgesichert
Masse des Einschubs ab 180 bis 420 kg Abhängig von der Ausstattung
Schnittstellen Schutz/Leittechnik IEC 61850, Modbus, Profibus Nach Kundenwahl
Safety-Optionen IAC-Ausführung, Lichtbogensensoren Gemäß Projektvorgaben

Bestimmung und Einsatzbereich

Das Modernisierungs-Kit für den ausfahrbaren Einschub der KRU KM-1 dient der Lebensdauerverlängerung bestehender Mittelspannungs-Schaltanlagen 6–10 kV in Industrie, Stadt- und Landnetzen, Bergbau, Öl-/Gas- sowie Infrastruktur­anlagen. Hauptaufgabe ist der ersetzende Austausch des Öl-/Ölminimalschalters durch einen modernen Vakuum- oder SF₆-Leistungsschalter bei Integration in die bestehende mechano-elektrische Architektur der Zelle – ohne Änderung von Gehäuse, Sammelschienen­brücken, Kabelanschlüssen und Fundament.

Retrofit ist sinnvoll bei:
- steigender Störanfälligkeit durch Verschleiß der Lichtbogenkontakte und Dichtungen;
- begrenzten CAPEX, wenn eine Komplett­erneuerung nicht zweckmäßig ist;
- Bedarf an höherer operativer Verfügbarkeit und kürzerer Wiederherstellungszeit nach Kurzschlussereignissen;
- Umstieg auf moderne digitale Schutz- und Automatisierungssysteme (inkl. ATS/AR);
- Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Betriebssicherheit zur Minimierung des Lichtbogengefährdungsrisikos und von Fehlbedienungen.

Einsatzfälle: Abgangsfelder für Frei-/Kabelleitungen, Kuppel- und Linien­schalter, Motorstarter, Transformator­abgänge, Einspeise-/Reserve­leitungen. Während der Rekonstruktion ist ein Parallelbetrieb möglich – der neue Fahrwagen wird nacheinander in jede Zelle eingesetzt und reduziert so die Stillstandszeiten.

Betriebsbedingungen

Die KM-1-Retrofit-Lösungen werden für den Betrieb unter Standardbedingungen gemäß IEC 62271-1 in Innenraum-Schaltanlagen ausgelegt:
- Umgebungstemperatur: -5 °C bis +40 °C (kurzzeitig bis +45 °C);
- relative Feuchte bis 95 % ohne Kondensation (Antikondensations-Heizung im Sekundär- und Leistungsabteil);
- Aufstellungshöhe bis 1000 m ü. M. ohne Derating; darüber Strom-Derating gemäß projektbezogenen Tabellen;
- Verschmutzungskategorie normal/erhöht (bei erhöhter Verschmutzung zusätzliche Dichtungen, Feuchteschutz, Korrosionsschutzbeschichtung);
- Erdbebenfestigkeit gemäß Pflichtenheft (Wegbegrenzer, Wagen-Arretierungen, verstärkte Führungen);
- Gehäuseschutzart mindestens IP31 (Außenflächen), in Abteilen abhängig von der Zellkonstruktion; für staubige/feuchte Räume IP41/54 an Türen und mit Filterlüftung realisierbar.

Zulässig in Netzen mit geerdetem (TN) und isoliertem (IT) Sternpunkt; entsprechende Schutzeinstellungen für Erdschluss und Isolationsüberwachung sind vorzusehen. Für kalte Klimata kommen Heizer, Thermostate und Schutzlacke für Leiterplatten der Schutzgeräte zum Einsatz. In chemisch aggressiver Atmosphäre werden Zusatzbeschichtungen der Metallkonstruktionen und abgedichtete Sekundärklemmen vorgesehen.
Transport und Lagerung gemäß Anleitung: -25…+55 °C, ohne Kondensation, Stapelung max. zwei Ebenen, vibrationsgeschützt.

Aufbau und konstruktive Lösungen

Der modernisierte KM-1-Einschub übernimmt die Einbaumaße und Kinematik des Standard-Fahrwagens und gewährleistet die volle Kompatibilität mit Schienen, Anschlägen, Betätigungsstangen und Trennschieber-Mechanik. Hauptbaugruppen:

  • Schaltgerät – Vakuum-Leistungsschalter (optional SF₆). Mechanische/elektrische Verschleißklasse E2/M2, Lebensdauer mind. 10–30 Tsd. Zyklen je nach Baureihe. Verfügbar für 6 und 10 (12) kV mit Ausschaltvermögen 16–31,5 kA.
  • Antrieb – Federantrieb mit Motor (Standard) oder Elektromagnet; Handspannen und Fernbetätigung. Mechanische Stellungsanzeigen „EIN/AUS/Feder gespannt“.
  • Kontakt­system – stationäre Tulpenkontakte und Einschubmesser mit Silberauflage, einstellbarer Anpresskraft und Kontrollstiften. Geometrie abgestimmt auf die Einfahr­tiefe der KM-1.
  • Trennschieber und Abschirmungen – automatische Trennschieber der Sammelschienen- und Kabelabteile zur Berührungssicherheit in Ausfahrstellung. Nichtbrennbare Werkstoffe mit lichtbogenfesten Einlagen in Durchtrittsbereichen.
  • Verriegelungen – mechanisch (Bewegungsrückholung, Entnahme des Erdungsschalter-Antriebs nur in Ausfahrstellung), elektrisch (Endschalter für Stellungen, Schieber-Sensoren), elektromagnetische Türverriegelungen bei eingeschaltetem Schalter. Optional Schlüssel-Interlock „Schlüssel-zu-Schlüssel“ zwischen Sektionen.
  • Sekundärkreise – Mehrpolsteckverbinder (z. B. Harting) mit Codierung, Kabelbäume in PVC/FRLS-Wellrohr, Kennzeichnung nach ESKD. Standard-Ebenen 110/220 V DC, 220/380 V AC. Anschlüsse auf vibrationsgesicherten Klemmen.
  • Schutz- und Automatisierungstechnik – Einbau digitaler Schutzgeräte (z. B. Linien-/Trafo-/Motor­schutz, AR/ATS, Ereignisspeicher, Oszillographie). Lichtbogensensoren in Abteilen mit ultraschneller Abschaltung.
  • Chassis und Führungen – verstärkte Rollen, Wegbegrenzer, Arretierung der Stellungen „Wartung/Prüf/Arbeitsstellung“. Handkurbel für sanftes Einfahren; optional Spindel-Einfahrmechanik.
  • Erdungsschalter – integriert/stationär je Zelle mit unabhängigem Antrieb; Verriegelungen verhindern Einschalten in Arbeitsstellung.

Für Projekte mit hohem Standardisierungsgrad wird ein modulares „cradle-in-cradle“-Retrofit-Kit eingesetzt: In das bestehende Abteil wird ein neuer Rahmen (Kolllliege) mit Schaltgerät, adaptierten Steckverbindern und Trennschiebern montiert. Dies reduziert den Montageaufwand vor Ort, erhöht die Reproduzierbarkeit der Parameter und vereinfacht die Instandhaltung.

Vergleich der Liefer-/Modernisierungsvarianten

VarianteLeistungsumfangMontageVorteileBesonderheiten
Anpassungs-Kit für Leistungsschalter Neuer LS + Halter, Gestänge, Anpassung der Verriegelungen, Kontakt-Nacharbeit Mittlerer Aufwand, Zentrierung der Kontakte und Schieber-Einstellung erforderlich Minimale CAPEX, Fahrwagen bleibt erhalten Hohe Justiergenauigkeit nötig; längere Inbetriebnahmearbeiten
Neuer Einschub (komplett) Fahrwagen + LS + Trennschieber-Baugruppe + Steckverbinder; Werksprüfungen Schneller Einsatz; minimale Arbeiten in der Zelle Kürzere Stillstände, Einheitlichkeit im Feld Höherer Preis als Anpassungs-Kit
Modul „cradle-in-cradle“ (OneFit-Analog) Neuer Rahmen, standardisierte Schnittstellen, Modernisierung von Türen/Schlössern Kurze Montagezeiten, Plug-and-Play Typprüfungen, verbesserte Abstände Geometrie des Abteils ist exakt aufzunehmen

Sicherheit

Oberste Priorität des Retrofits ist der Personenschutz. Das Konzept sieht mehrstufige Maßnahmen vor: elektromagnetische Türverriegelungen und Endschalter, Verriegelungen mit dem Erdungsschalter, schlüsselkodierte Systeme zwischen Sektionen, Spannungsanzeiger, Schlösser an Antrieben. Auf Wunsch ist eine innenlichtbogenfeste Ausführung (IAC) mit Druckentlastungskanälen, verstärkten Befestigungen und Türsystemen realisierbar. Empfohlen wird die Installation von Lichtbogensensoren (optisch/Strom), die eine Ultra-Schnellabschaltung ermöglichen (Detektion in ca. 10–15 ms plus Schaltzeit des LS). Es werden Interlock-Schemata implementiert, die das Ein-/Ausfahren in eingeschaltetem Zustand, das Einschalten des Erdungsschalters in Arbeitsstellung und den Zugang zum Leistungsabteil bei offenen Trennschiebern verhindern.

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit werden umgesetzt:
- Selbstdiagnose der Schutzgeräte, Überwachung der Antriebsbereitschaft, Signalisierung der Schalterlebensdauer;
- Fehlbedienungsschutz: Farbcodierung der Bedienelemente, Piktogramme, „Zwei-Hand-Logik“;
- Temperaturmonitoring der Kontaktverbindungen (integrierte Sensoren/Temperatur-Indikatoren);
- Antikondensationssystem (Heizer + Hygrostat);
- Serviceplan mit Prüf- und Schmierintervallen nach Betriebsstunden und Schalthäufigkeit.

Ausführungen und Optionen

  • Nennwerte: UN 6; 10 (bis 12) kV; IN der Hauptschiene 630, 1000, 1250, 1600, 2000, 2500, 3150 A; Ausschaltvermögen 16; 20; 25; 31,5 kA (3 s, Stossstrom je nach LS-Serie 40–80 kA).
  • Antriebe: Federantrieb mit Motor (Standard), Elektromagnet-Antrieb (gemäß Pflichtenheft), mit Handspannen; Lebensdauer bis 30 Tsd. Zyklen.
  • Schutztechnik: Schutzgeräte für Leitungen/Transformatoren/Motoren, Power-Quality-Messung, AR/ATS, Ereignisspeicher und Oszillogramme, Schnittstellen IEC 61850/Modbus/Profibus.
  • Messwandler: Stromwandler Klassen 5P/10P/TP (für hohe Schnelligkeit), Spannungswandler ein-/dreiphasig, optional integrierte Strom-/Spannungssensoren am Rahmen.
  • Klimaausführung: Korrosionsschutzbeschichtung, Heizer, Dichtungen; Schutzlack der Leiterplatten; Ausführung für kaltes Klima.
  • Erfassung & Monitoring: Telemetrie über Ethernet/RS-485, Einbindung in Leitsysteme; Dashboards der Betriebsparameter, Lebensdauermanagement der Geräte.
  • Visuelle Anzeige: mechanische Anzeiger, LED-Panels „Spannung vorhanden“, „LS EIN/AUS“, „Geerdet“, „Wagenstellung“.

Normenkonformität

Auslegung und Lieferung erfolgen unter Berücksichtigung der in Deutschland/EU geltenden Normen. Je nach Leistungsumfang kommen u. a. folgende (maximal sechs) Schlüssel­normen zur Anwendung:

  • DIN EN IEC 62271-200 (VDE 0671-200) - Mittelspannungs-Schaltanlagen bis 52 kV: Anforderungen an Gehäuse, LSC-Kategorien, Abtrennungen, innere Lichtbogenfestigkeit (IAC).
  • DIN EN IEC 62271-100 (VDE 0671-100) - Leistungsschalter für Wechselstrom in der Mittelspannung: Klassen E2/M2/C2, Ausschaltvermögen, Lebensdauer.
  • DIN EN IEC 62271-1 (VDE 0671-1) - Allgemeine Festlegungen, Umgebungsbedingungen, Prüfungen.
  • DIN EN IEC 62271-102 (VDE 0671-102) - Trenn- und Erdungsschalter: Anforderungen an Antriebe, sichtbare Trennstrecke, Verriegelungen.
  • DIN EN 60529 (VDE 0470-1) - Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code), anwendbar für Türen/Panels.
  • IEC 62271-304 - Leitfaden zu Umgebungsbedingungen (tiefe Temperaturen, Vereisung, Verschmutzung) – Anwendung bei entsprechendem Pflichtenheft.

Hinweis: Die Konformität der konkreten KM-1-Zellen hinsichtlich IAC-Klasse, LSC-Kategorie, Trennungsgrad und IP-Schutzart wird durch Typ- und/oder Abnahmeprüfungen in der modernisierten Schrank­konfiguration gemäß der projektspezifischen Prüf­programme nachgewiesen.

Einbindung von Partnern, Herstellern und Investoren

Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit Maschinenbau-Unternehmen (Metallbau, Mechanikbearbeitung, Pulverbeschichtung), Elektro­technik-Herstellern (Kabelbäume, Strom-/Spannungswandler, Klemmenbaugruppen), Montagefirmen und Investoren. Flexible Modelle: vom Komplett­lieferumfang „Einschub komplett“ bis zur Überlassung der Konstruktions­dokumentation mit Montageüberwachung, einschließlich Personal­schulung, Schutztechnik-Inbetriebnahme und Begleitung der Anfahrphase vor Ort. Für die Serienfertigung stellen wir die Vereinheitlichung von Baugruppen, Normstunden, Stücklisten, Arbeitsplänen sowie eine Anwendbarkeits­matrix für KM-1-Zelltypen und Marketing-Support (Kataloge, Foto/Video, Prüfstandtests) sicher.

Bereitgestellte Unterlagen (Zeichnungen und Modelle)

Zum Projektumfang gehört ein vollständiger Satz an Konstruktions- und 3D-Modellen: Stücklisten, Zusammenbau- und Einzelteilzeichnungen, Sekundär-Schaltpläne, Kabeljournale, Elementelisten, Montage- und Betriebsanleitungen. Formate: DWG/DXF (AutoCAD), SLDPRT/SLDASM (SolidWorks), STEP/Parasolid (Austausch), PDF (Plots), CSV (Verbindungslisten). Auf Wunsch: neutrale Formate IGES, Verzeichnisse Kaufteile, Elektro-Montagekarten, Einstelltabelle der Schutzgeräte und Muster für Prüfprotokolle.

 

Fazit: Das KM-1-Retrofit mit Austausch des ausfahrbaren Einschubs erfordert minimale bauliche Änderungen, ist schnell realisierbar, erhöht Zuverlässigkeit und Sicherheit, ist bereit für digitale Schutz-/Monitoring­systeme und ermöglicht planbare Termine und Kosten.

Ihre Vorteile mit uns:

- Keine Notwendigkeit, hochqualifiziertes Ingenieur­personal dauerhaft vorzuhalten – Sie erhalten einen vollständigen Dokumentations­satz zum Produkt, mit dem auch ein Ingenieur mittlerer Qualifikation sicher arbeiten kann. 
- Keine Prototypenfertigung erforderlich – unsere Erfahrung erlaubt den direkten Start in die Serien­fertigung.
- Arbeiten Sie nach unserer Dokumentation – Ihre Fachkräfte erhalten Beratung zu allen Details des Austauschs des ausfahrbaren Einschubs der KRU KM-1.

Für weitere Informationen zum Austausch des ausfahrbaren Einschubs der KRU KM-1 (Retrofit) kontaktieren Sie uns: inbox@proekt-energo.com

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  • Technische Daten

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  • Regulatorische und technische Dokumentation

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  • 3D-Modelle

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  • Bedienungsanleitung für Geräte

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  • Ausrüstungszeichnungen

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  • Regulatorische und technische Dokumentation

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