Arbeitsunterlagen für die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen für Umspannwerke. 3D-Modelle. Zeichnungen. Normative Dokumentation.

KRU K-30 – Austausch des Ausfahrelements (Retrofit)

Die Nachrüstung des ausfahrbaren Elements (VE) der Schaltanlage der Serie K-30 umfasst den Austausch des Wagens mit Schaltgerät und Schnittstellen der Haupt-/Sekundärkreise durch eine moderne Lösung unter Beibehaltung der Grundkonstruktion des Schranks: Sammelschienen, Kabelkanäle, Schienenbrücken, Stützisolatoren, Einbau- und Anschlussbereiche. Im praktischen Betrieb der K-30 ist der Hauptfaktor, der die Zuverlässigkeit einschränkt, meist der Schalter der alten Generation (Öl-/ mit geringem Ölgehalt) und die Mechanik der Ausfahr-/Sperrvorrichtungen, die schneller verschleißen als die übrigen Bauteile. Der Austausch des Schalters gegen einen Satz mit Vakuum- (oder SF6-Schalter – je nach Vorgabe) ermöglicht es, die „Öl”-Vorschriften aufzuheben, die Wiederholbarkeit der Schaltcharakteristiken zu verbessern, die Ausfallzeiten und technologischen Risiken bei Reparaturen zu reduzieren. p>

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Welche Aufgaben löst die Nachrüstung K-30?

  • Austausch des Leistungsschalters nach Lebensdauer: Umstellung der Anschlüsse auf Vakuumschaltung mit einer Lebensdauer, die für intensive Schaltvorgänge ausreicht, ohne Wartung der Ölversorgung.
  • Verringerung der Ausfallhäufigkeit: Beseitigung typischer Ursachen für Ausfälle alter Wagen – instabile Feinjustierung, Verschleiß der Kontaktbaugruppe, „Wackeln” von Zugstangen und Hebeln, Verschleiß der Verriegelungen.
  • Verkürzung der Reparaturzeit: Die Installation einer fertigen VE-Baugruppe minimiert die Arbeiten im Hochspannungsbereich des Schaltschranks und verringert die Abhängigkeit von der Qualifikation des Teams vor Ort.
  • Vorbereitung auf die Modernisierung von Sekundärsystemen: Ordnung der Sekundärkreise (Steckverbinder, Kennzeichnung, Alarmlogik), Bereitschaft für die Installation moderner RZA-Terminals und Fernwirktechnik.

Besonderheiten des Ausfahrelements K-30 und des Kompatibilitätsbereichs

Die K-30-Schaltanlage wird in verschiedenen Modifikationen und Konfigurationen betrieben, daher wird eine korrekte Nachrüstung in Bezug auf eine bestimmte Zelle durchgeführt. Im Rahmen des Projekts werden „Kompatibilitätsbereiche” festgelegt – diejenigen Knotenpunkte, die in Bezug auf Geometrie und Funktionsweise ohne Umbau des Schranks übereinstimmen müssen:

  • Kraftkontaktierung: Position und Hub der Steckkontakte, Einfahr-/Einstelltiefe, Kontaktkraft, dielektrische Abstände, zulässige Erwärmung im Bereich der Kontaktbaugruppe.
  • Bewegungsmechanismus: Art der Führungen/Rollen/Gleitvorrichtungen, Schema der Fixierung in den Positionen „Reparatur/Prüfung/Betrieb”, Vermeidung von Verwindungen beim Einfahren, Stabilität des Wagens bei der Wartung.
  • Vorhangknoten: automatisches Schließen der Öffnungen zu stromführenden Teilen beim Ausfahren der Stromabnehmer, korrekter Betrieb der Vorhänge ohne Verklemmen und selbstständiges Öffnen.
  • Erdungsschnittstelle (sofern in der Konstruktion der Zelle vorgesehen): Verriegelungen und mechanische Verbindung „Schalter – Wagen – Erdung“.
  • Sekundärschnittstelle: Anschluss der Sekundärkreise über Steckverbinder/Klemmenleisten, Übereinstimmung mit der Logik der Ein-/Ausschaltkreise, Signalanlagen und Sperren.

Genau diese Knotenpunkte bestimmen den Arbeitsaufwand und die Zuverlässigkeit des Projekts. Daher führt eine „katalogbasierte” Lösung ohne Untersuchung der konkreten K-30 in der Regel zu erhöhten Risiken (Unvollständigkeit, erhöhter Übergangswiderstand, falsche Sperren, Probleme mit Vorhängen und sekundären Steckverbindungen).

Lieferumfang und Leistungsgrenzen

Die Standardlieferung des K-30-Retrofits ist auf maximale Installationsbereitschaft ausgerichtet:

  • ausziehbares Element als Baugruppe: Rahmen/Wagen, Vakuum- (oder SF6-)Schalter, Antrieb (feder-motorisch oder elektromagnetisch), Nachführ-/Fixiermechanismus, Primärkontakte mit Adaptern, Satz von Verriegelungen und Endschaltern;
  • Sekundäranschlusseinheit: kompatibler Stecker oder Satz Übergangsplatten/Gegenstücke mit Kennzeichnung gemäß Kundenplan;
  • Satz von Schildern, Warnschildern, Kennzeichnungen und Zertifikaten für die Energieanlage;
  • Betriebs- und Montagedokumentation, Prüf- und Testprotokolle für die Energieanlage.

Die Arbeiten vor Ort (gemäß Projekt) können Folgendes umfassen: Austausch des Gegenstücks des sekundären Steckverbinders, Versetzen/Einstellen der Positionssensoren, Wiederherstellung/Austausch von Elementen des Vorhangmechanismus, Einstellen der Zwischenschlösser, Korrigieren der Frontplatte (ohne Eingriff in den Busraum).

Technische Daten (typisch)

ParameterWert für Retrofit K-30Anmerkung
Nennspannung 6 kV / 10 kV Frequenz 50 Hz
Maximale Betriebsspannung 7,2 kV / 12 kV Je nach ausgewähltem Schalter
Nennstrom der Hauptkreise 630 / 1000 A Endgültig – nach thermischer Berechnung und Konstruktion der Kontaktgruppe
Nenn-Ausschaltstrom 20 / 25 kA Nach Berechnung der Kurzschlussströme und der erforderlichen Leistungsschalterkategorie
Thermische Festigkeit 20 / 25 kA (typ. 3 s) Parameter der Hauptkreise; bei anderen Anforderungen – gemäß Projekt
Elektrodynamische Festigkeit (Amplitude) bis zu 51 kA Wird durch den Schaltplan und die Ausführung des Schaltschranks/der Sammelschienenverbindungen bestimmt
Positionen der Schaltanlage Reparatur / Prüfung / Betrieb Mit Feststellkontrolle und Funktionssperren
Antrieb des Schalters Feder-Motor / elektromagnetisch Auswahl nach Betriebsstromversorgung und Anforderungen an die APV-Zyklen
Spannung der Steuerkreise 110/220 V AC/DC Andere Varianten – nach Absprache
Sekundäre Schnittstelle Stecker/Übergangsleisten nach Kundenvorgabe Unter Beibehaltung der Kennzeichnung und der Alarmlogik
Schutzart/Klimaklasse gemäß Ausgangszelle (typische Ausführung für Innenräume) U1/UHL1 gemäß GOST 15150 – falls erforderlich

Welche Ausgangsdaten werden für die Zuordnung benötigt?

Um die tatsächliche Kompatibilität des Retrofits mit einem bestimmten K-30 sicherzustellen, wird zu Beginn ein Paket mit Ausgangsdaten erstellt. Damit lassen sich „versteckte” Unstimmigkeiten in Bezug auf Mechanik und Sekundärkreise vermeiden:

DatengruppeWas wird benötigtWozu wird es benötigt
Pro Zelle Fotos/Maße des EV-Abschnitts, Art der Führungen und Befestigungen, Vorrichtung der Vorhänge, Vorhandensein/Art des Erdungselements Verknüpfung der Kinematik von Ausfahrvorrichtung, Nachführung, Vorhängen und Zwischenschlössern
Nach Netz Uн, Iн, berechnete Kurzschlussströme, Neutralleitungsmodus, Anforderungen an APV/UROV Auswahl des Schalters nach Ausschaltvermögen und Steuerungslogik
Nach Sekundärkreisen Steuerungs-/Signalisierungsschemata, Liste der Schutz- und Steuergeräte, Zusammensetzung der Fernwirktechnik, Steckertyp Korrekte Verbindung ohne Umbau des Relaisfachs
Nach Betrieb Mikroklimabedingungen (Feuchtigkeit/Kondensation), Einschränkungen hinsichtlich Ausfallzeiten, Serviceanforderungen Auswahl der Ausführung, Beschichtungen, Heizung/Sensoren und Umfang der PNR

Sekundärkreise: Anschlussvarianten ohne „Umprogrammierung” des Schaltschranks

Die Praxis zeigt, dass die Hälfte der Probleme bei der Nachrüstung nicht im Leistungsteil, sondern im „Sekundärkreis” liegen. Für K-30 werden die folgenden Anschlussvarianten verwendet (die Auswahl hängt vom Zustand des Relaisfachs und den Anforderungen des Kunden ab):

  1. Vollständige Kompatibilität mit dem vorhandenen Stecker – Typ und Pinbelegung bleiben erhalten, die Kabelbäume bleiben unverändert. Die schnellste Option für den Anschluss. Vollständige Kompatibilität mit dem vorhandenen Stecker – Typ und Pinbelegung bleiben erhalten, Kabelbäume bleiben unverändert. Minimaler Eingriff in den Schaltschrank.
  2. Austausch des Gegenstücks des Steckverbinders – wird bei Verschleiß/Verbrennung der Kontakte oder bei der Modernisierung von Schaltplänen (Hinzufügen von Kontrollkreisen, Lichtbogenschutz, Fernsteuerung) angewendet.

In jedem Fall wird eine Tabelle mit der Zuordnung der Schaltkreise (I/O-Matrix) erstellt: „alte Klemme/alter Kontakt – neue Klemme/neuer Kontakt”, damit die Montage und die PNR reproduzierbar und kontrollierbar sind.

Verriegelungen, Vorhänge und sichere Kinematik

Die Nachrüstung K-30 muss die Vermeidung von Fehlbedienungen gewährleisten. Daher umfasst die Konstruktion des VE nicht nur die Funktionalität des Schalters, sondern auch die korrekte Mechanik der Bedienung:

  • Verbot des Aus- und Einfahrens bei eingeschaltetem Schalter (mechanisch und/oder elektrisch);
  • Verbot des Einschaltens außerhalb der Positionen „Test/Betrieb” mit Kontrolle der Wagenfixierung;
  • Verbindung mit dem Erdungsgerät (falls vorhanden): Ausschluss widersprüchlicher Positionen „Wagen in Betrieb – Erdungsgerät eingeschaltet”;
  • korrekte Funktion der Rollläden: Schließen beim Verlassen der Positionen „Test/Betrieb”, kein Zugang zu den Öffnungen des Steckverbinders;
  • Eindeutige Anzeige der Positionen, Möglichkeit der Plombierung und Aufhängung gemäß den Betriebsvorschriften.

Prüfungen und Abnahme: Was wird im Werk und vor Ort kontrolliert?

Für K-30 ist es wichtig, die Qualität anhand messbarer Parameter zu „erdigen”. Empfohlene Liste der Kontrollmaßnahmen:

  • Mechanik: freier Lauf, keine Verformungen, korrekter Schliff, Fixierung der Positionen, Funktion der Vorhänge und Zwischenschlösser;
  • Hauptkette: Mikroohmmessung des Übergangswiderstands des Kontaktknotens vor/nach mehreren Einfahrzyklen; Überprüfung der Erwärmung gemäß Berechnung (falls erforderlich – Wärmebildkontrolle nach der Eingabe);
  • Sekundärkreise: Durchgang/Funktionsprüfung des Ein-/Ausschaltens, der Positionssignalisierung, der Sperrkreise und der Abschaltung von der RZA;
  • Schalter: Überprüfungen gemäß RE des Geräts (Einschalt-/Ausschaltzeit, Stromversorgung der Steuerkreise, Zustand des Antriebs, Bereitschaft für APV).

Auf Grundlage der Ergebnisse werden Protokolle und eine Liste der Einstellungen erstellt (Position der Endschalter, Sperrparameter, Pinbelegung des Steckers, Liste der vorgenommenen Änderungen).

Optionen und Erweiterungen (RZA, Lichtbogenschutz, Überwachung)

  • Lichtbogenschutz: optische Sensoren in den Kammern + Stromkriterium gemäß Projekt;
  • Modernisierung der Schutz- und Steuerungstechnik: Ersatz der Elektromechanik durch Terminals, URV, Erweiterung der Ereignisse und Oszillogramme;
  • Zustandsüberwachung: Betriebszähler, Verschleißbewertung anhand der Abschaltströme, Spannungsüberwachung der Betriebsstromkreise;
  • Integration in ACS/SCADA: Modbus/IEC 61850 (gemäß Projekt), Fernsignalisierung von Positionen und Störungen.

Wirtschaftlichkeit des Projekts und Reduzierung von Ausfallzeiten

Für K-30 ist eine Nachrüstung der VE in der Regel wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Lebensdauer der Schaltanlage ohne eine umfassende Sanierung der Räumlichkeiten und ohne vollständigen Austausch der Schaltanlage verlängert werden soll. Die wichtigsten Effekte sind: Wegfall der aufwändigen Wartung von Ölgeräten, Verringerung der Ausfallzeiten für die Reparatur von Schaltern, Verbesserung der Vorhersagbarkeit der Funktion von Verriegelungen und Verringerung des Arbeitsaufwands im Hochspannungsbereich. Durch den serienmäßigen Austausch vor Ort werden Ersatzteile, Dokumentation und Vorschriften vereinheitlicht, was die Betriebskosten für den gesamten Zellenpark senkt.

Wir bieten Ihnen die Dokumentation für den Austausch des ausfahrbaren Elements KRU K-30 (Retrofit) an:

- Vorläufige technische Dokumentation für die Teilnahme an Ausschreibungen zum Austausch des ausfahrbaren Elements KRU K-30. Wir bereiten für Sie die erforderlichen Informationen vor, um die Möglichkeit der Herstellung von Produkten gemäß den Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen und Fragebögen zu bewerten.
- Arbeitszeichnungen, 3D-Modelle und andere erforderliche Unterlagen für die Herstellung des ausfahrbaren Elements KRU K-30 in Ihrem Unternehmen. Wenn Sie nicht vorhaben, die Baugruppen und Teile des Produkts selbst herzustellen, helfen wir Ihnen, deren Herstellung bei Drittunternehmen in Auftrag zu geben. In Ihrem Unternehmen erfolgt die Endmontage und Installation des Produkts.
- Die gesamte Dokumentation wird bei Bedarf entsprechend den Anforderungen des Projekts sowie den technologischen Möglichkeiten Ihres Unternehmens angepasst.
- Wenn in der Umspannstation Geräte eines anderen Herstellers installiert sind, erstellen wir für Sie die Dokumentation für die Herstellung ähnlicher Geräte zusätzlich zu den bereits installierten.

Vorteile einer Zusammenarbeit mit uns:

- Sie erhalten einen Satz Konstruktionsunterlagen und eine Methodik zur Zuordnung der Energiequelle zu einer bestimmten K-30-Zelle, was die Risiken bei der Herstellung und Einführung verringert.
- Die Inbetriebnahmezeiten werden verkürzt: Der Hauptteil der Arbeiten wird auf die Montage und Prüfung im Werk verlagert, vor Ort bleiben nur noch die Montage und die Abnahmeprüfung nach einem festgelegten Algorithmus.
- Ihre Fachleute erhalten Beratung zu kritischen Punkten: Kontaktknoten, Feinabstimmung/Fixierung, Vorhänge, Zwischenschlösser, Sekundärstecker und Prüfmessungen.

Weitere Informationen zum Austausch des ausfahrbaren Elements KRU K-30 (Retrofit) erhalten Sie unter: inbox@proekt-energo.com

PDF – Technische Informationen zum Austausch des Rollelements K-30 herunterladen

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