Arbeitsunterlagen für die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen für Umspannwerke. 3D-Modelle. Zeichnungen. Normative Dokumentation.

KRU K-33 – Austausch des Ausfahrelements (Retrofit)

Die Nachrüstung des Ausfahrelements (VE) der KRU-Serie K-33 ist ein Austausch des Anschlusswagens mit Schalter und Verbindungsknoten (primäre Steckkontakte, sekundäre Steckverbindung, Verriegelungen, Vorhänge, Einstell- und Befestigungselemente) durch einen modernen Satz unter Beibehaltung des Hauptschranks der Schaltanlage. Der häufigste Grund für die Modernisierung der K-33 ist der Verschleiß der Schaltvorrichtung und der Mechanik des Ausfahrelements, die Zunahme von Ausfällen der Verriegelungen und die Verlängerung der Wartungsintervalle. Durch die Installation eines neuen Schaltwerks mit Vakuum- (oder auf Wunsch SF6-) Leistungsschalter wird die Anschlusstechnik auf den neuesten Stand gebracht: keine Wartung der „Ölwirtschaft”, hohe Lebensdauer, vorhersehbare Abschaltcharakteristiken und die Möglichkeit zur Erweiterung der Sekundärsysteme (Schutz, Lichtbogenschutz, Überwachung).

Inhalt (Navigation durch die Abschnitte)

Wann ist eine Nachrüstung des K-33 am sinnvollsten?

  • Lebensdauer des Schalters: Die zulässigen Betriebsstunden/Zeiten sind überschritten, es treten instabile Ein-/Ausschaltzeiten auf, es mangelt an Ersatzteilen oder die Überholung ist kompliziert.
  • Überhitzung der Steckverbindung: Anstieg des Übergangswiderstands, lokale Erwärmung aufgrund von Verschleiß/Fehlpassung, Spuren von Verbrennungen an den Kontaktflächen.
  • Probleme mit Verriegelungen und Vorhängen: „falsche” Sperren, unvollständiges Schließen der Vorhänge, Verschleiß von Zugstangen/Nocken, Unmöglichkeit, eine sichere Abfolge von Vorgängen zu gewährleisten.
  • Anforderungen an die Modernisierung von Sekundärsystemen: Notwendigkeit der Installation von Lichtbogenschutz, Ereignisprotokollierung, RZA-Terminals und Fernwirktechnik-Schnittstellen ohne Umbau der gesamten Schaltanlage.

Kompatibilität: Was muss bei K-33 übereinstimmen?

K-33 gibt es in verschiedenen Werks- und Objektmodifikationen, daher ist die Zuordnung des neuen VE zu einer bestimmten Zelle ein wichtiger Schritt. Praktisch wichtig sind die folgenden Kompatibilitätspunkte:

  • Geometrie der Steckverbindung: Position der Phasenkontakte, Einstecktiefe, Einsteckweg, Sicherstellung des erforderlichen Anpressdrucks und der dielektrischen Abstände.
  • Stützbasen des Wagens: Führungen/Rollen, Höhenmarkierungen, Vermeidung von Verwindungen beim Einrollen, Stabilität in Endpositionen.
  • Positionen „Reparatur/Prüfung/Betrieb”: reproduzierbare Fixierung, Positionskontrolle durch Endschalter, Übereinstimmung mit der Logik der Sperren und Freigaben.
  • Vorhangmechanismus: Abstimmung der Vorhangantriebe auf die Kinematik des Wagens, Vermeidung von Verklemmen, korrekte Abdeckung des Zugangs zu stromführenden Teilen.
  • Sekundärsteckverbinder: Kompatibilität hinsichtlich Typ/Pinbelegung oder Verwendung einer Übergangslösung unter Beibehaltung der Kennzeichnung der Stromkreise.
  • Verbindung mit dem Erdungselement (falls vorgesehen): Sperren „Schalter – Wagen – Erdungselement“, Verbot widersprüchlicher Positionen.

Aufbau des neuen Ausfahrelements: Baugruppen und Einzelheiten

Das neue Ausfahrelement für K-33 wird als funktional fertiges Anschlussmodul geliefert und umfasst folgende Baugruppen:

  • Rahmen (Wagen) mit verstärkten Basen, die eine wiederholbare Einfahrbarkeit und eine stabile Geometrie der Steckverbindung während der gesamten Lebensdauer gewährleisten.
  • Schaltgerät: Vakuumschalter 6/10 kV (oder auf Wunsch SF6-Schalter) mit Feder-Motor- oder elektromagnetischem Antrieb; vorgesehen sind Antriebsbereitschaftskreise, Blockkontakte, manuelle Spann-/Steuerorgane (je nach Ausführung).
  • Primärkontakte: Satz Steckkontakte/Adapter für die Gegenstücke der jeweiligen K-33-Zelle. In der Planungsphase werden festgelegt: Kontaktkraft, zulässiger Übergangswiderstand, Beständigkeit gegen dynamische Kräfte bei Kurzschluss sowie die Verfügbarkeit von Kontrollmessungen (Mikroohmmeter).
  • Einstell- und Fixiermechanismus: sorgt für einen „sanften” Eintritt in die Arbeitsposition, fixiert den Wagen, verhindert ein selbstständiges Verrutschen bei Vibrationen und gewährleistet die korrekte Funktion der Endschalter.
  • Vorhänge: Mechanismus zum automatischen Schließen der Öffnungen der stromführenden Teile, wenn der Wagen in die „Reparatur” versetzt wird; Elemente zur Zugangsblockierung bei Nichtübereinstimmung der Position sind vorgesehen.
  • Sperren: mechanische und/oder elektromagnetische Elemente, die eine falsche Abfolge von Vorgängen verhindern und einen eindeutigen Anschlusszustand gewährleisten.
  • Sekundärschnittstelle: Steckverbinder/Klemmenmodul mit Übergangsteil für vorhandene Steuer-, Signal- und Schutzschaltungen unter Beibehaltung der Beschriftung und der kontrollierten Pinbelegung.

Lieferumfang und Ausführungsvarianten

Die Standardlieferung des Retrofits K-33 erfolgt nach dem Prinzip der maximalen Montagebereitschaft:

  • ausziehbares Element als Baugruppe (Wagen, Schalter, Antrieb, Primärkontakte mit Adaptern, Nachführung/Fixierung, Vorhangknoten, Verriegelungen, Endschalter);
  • Sekundärstecker und/oder Übergangsleisten, Schaltkreiskonformitätstabelle (I/O-Matrix), Kennzeichnungssatz;
  • Pass, Montage-/Einstellungs-/Betriebsanleitung, Prüfprotokolle der elektrischen Ausrüstung;
  • Satz Schilder, Piktogramme und Warnschilder zur Aktualisierung der Anschlussbeschriftung.

Im Rahmen des Projekts sind folgende Arbeiten vor Ort zulässig: Austausch des Gegenstücks des sekundären Steckverbinders, Versetzen der Positionssensoren, teilweiser Austausch von Elementen des Vorhangmechanismus, Korrektur der Fassadenplatte und lokale Modernisierung der sekundären Stromkreise (ohne Eingriff in den Busraum).

Technische Daten (typisch)

ParameterWert für Retrofit K-33Anmerkung
Nennspannung 6 kV / 10 kV Frequenz 50 Hz
Maximale Betriebsspannung 7,2 kV / 12 kV Je nach Typ des ausgewählten Schalters
Nennstrom der Hauptkreise 1600 / 2000 A Auswahl nach Last und Überprüfung des thermischen Betriebszustands der Kontaktstelle
Nenn-Ausschaltstrom 31,5 / 40 kA Nach Berechnung der Kurzschlussströme und der erforderlichen Geräteklasse
Thermischer Festigkeitsstrom 31,5 / 40 kA (typ. 3 s) Entsprechend den Anforderungen des Netzes und der Konstruktion der Hauptstromkreise
Elektrodynamischer Dauerstrom (Amplitude) bis zu 51 kA Wird durch die Ausführung des Schranks und des Kontaktsystems bestimmt
Positionen der Schaltanlage Reparatur / Prüfung / Betrieb Mit Feststellkontrolle und Verriegelungen
Antrieb des Schalters Feder-Motor / elektromagnetisch Auswahl nach Betriebsstromversorgung und erforderlichen APV-Zyklen
Spannung der Steuerkreise 110/220 V AC/DC Andere Werte – nach Absprache
Sekundärschnittstelle Steckverbinder/Übergangsleisten Für vorhandene Steuerungsschemata und RZA
Klimatische Ausführung U1 / UHL1 GOST 15150 (oder nach Projekt)

Fragebogen: Welche Daten werden vom Kunden benötigt?

Um die neue Energiequelle an K-33 anzubinden und das Risiko von Nichtkonformitäten zu verringern, wird empfohlen, die folgenden Ausgangsdaten zu sammeln:

AbschnittWas ist bereitzustellenWozu ist dies erforderlich
Nach K-33-Zelle Fotos und Maße des VE-Abschnitts, Führungen, Anschläge, Vorhänge, Befestigungen, Vorhandensein/Typ des Erdungselements Befestigung von Kinematik, Nachführungen, Sperren und Vorhängen
Für die Hauptkette Uн, Iн, berechnete Kurzschlussströme, Neutralleitungsmodus, Anforderungen an die Beständigkeit Auswahl des Schalters und Überprüfung der Beständigkeit der Kontaktbaugruppe
Nach Sekundärkreisen Steuerungs-/Signalisierungsschemata, Liste der Schutz- und Steuergeräte, Logik von APV/UROV, Steckertyp und Kennzeichnung Anschluss ohne Umbau des Relaisfachs, Vermeidung von Pinbelegungsfehlern
Betrieb Einschränkungen hinsichtlich Ausfallzeiten, Serviceanforderungen, Mikroklima-Bedingungen (Feuchtigkeit/Kondensation/Staub) Auswahl der Ausführung, Optionen und Umfang der PNR

Sekundärkreise und Steckverbinder: Anschlussszenarien

Für K-33 gibt es drei praktische Szenarien für den Anschluss von Sekundärkreisen, mit denen eine „Umgestaltung” des Schaltschranks vermieden werden kann:

  1. Kompatibler „1-zu-1”-Stecker – Typ und Pinbelegung bleiben erhalten; die Montage beschränkt sich auf den Anschluss des serienmäßigen Kabelbaums und eine Funktionsprüfung.
  2. Übergangsbelegung – Es wird ein Adapter (Übergangsleiste/Rahmen) mit einer Konformitätstabelle für die Schaltungen installiert, wobei die Beschriftung und die Logik der Signalisierung beibehalten werden.
  3. Austausch des Gegenstücks des Steckverbinders – wird bei Verschleiß der Kontakte oder bei Erweiterung der Funktionen (Hinzufügen von Kontrollkreisen, Lichtbogenschutz, Fernsteuerung) durchgeführt.

In jedem Fall wird empfohlen, einen „Pass für die sekundäre Schnittstelle” zu erstellen: Pinbelegung, Liste der Schaltungen, Kontrollmesspunkte und Liste der Endschalter/Blockkontakte, die an der Sperrlogik beteiligt sind. p>

Sperren, Vorhänge und sichere Vorgänge

Die Sicherheit des Retrofits K-33 wird durch die korrekte Abfolge der Vorgänge bestimmt. Typischer Satz der realisierten Funktionen:

  • Verbot der Bewegung des Wagens bei eingeschaltetem Schalter;
  • Verbot des Einschaltens des Schalters außerhalb der Positionen „Test/Betrieb” (mit Bestätigung der Fixierung des Wagens);
  • Sperren mit Erdungsschalter (falls vorhanden): Ausschluss der gleichzeitigen „Arbeitsposition VE” und „eingeschalteter Erdungsschalter”;
  • korrekte Funktion der Vorhänge beim Übergang zwischen den Positionen, Sperrung des Zugangs zu den Öffnungen bei Nichtübereinstimmung der Position;
  • Anzeige der Positionen und Möglichkeit der Plombierung (gemäß den Betriebsanforderungen).

Qualitätskontrolle und Abnahme: messbare Kriterien

Um technologische Risiken zu verringern, wird empfohlen, den Retrofit K-33 anhand messbarer Parameter und nicht anhand der „optischen Übereinstimmung“ abzunehmen. Typische Liste:

  • Kinematik: keine Verformungen und Blockierungen, Wiederholbarkeit der Positionsfixierung, korrekte Funktion der Vorhänge und Verriegelungen.
  • Hauptkette: Mikroohmmessung des Übergangswiderstands der Kontaktknoten nach mehreren Ein- und Ausfahrzyklen; Qualitätskontrolle der Kontaktflächen.
  • Sekundärteil: Funktionsprüfung des Ein-/Ausschaltens, der Positionssignalisierung, der Verriegelungskreise, der Abschaltkreise vom RZA (einschließlich der Reserveabschaltkreise, falls vorhanden).
  • Schalter und Antrieb: Überprüfungen gemäß RE (Betriebsbereitschaft des Antriebs, Korrektheit der Spulen, Überprüfung der Stromversorgung, ggf. Messung der Ein-/Ausschaltzeiten).

Das Ergebnis der Abnahme ist ein Satz von Protokollen, eine Liste der Einstellungen (Endschalter, Sperren, Pinbelegung) sowie eine Liste der Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Schema.

Typischer Arbeitsplan und Minimierung von Ausfallzeiten

Für Objekte, bei denen die Fristen kritisch sind, ist es sinnvoll, die Nachrüstung K-33 als Abfolge zu organisieren „Untersuchung → Montage und Prüfung im Werk → kurzes Montagefenster → PNR”. Bei der Lieferung eines neuen kompletten VE wird der Hauptarbeitsaufwand auf das Werk verlagert: Justierung der Feinabstimmung und Sperren, Überprüfung der Sekundärkreise, Vorbereitung der Kennzeichnungssätze. Vor Ort verbleiben: Installation des VE, Kontrollmessungen, Überprüfung der Logik der Schutz- und Signaleinrichtungen und Inbetriebnahme gemäß dem vereinbarten Programm.

Wir bieten Ihnen die Dokumentation für den Austausch des ausfahrbaren Elements der Schaltanlage K-33 (Retrofit) an:

- Vorläufige technische Dokumentation für die Teilnahme an Ausschreibungen zum Austausch des ausfahrbaren Elements KRU K-33. Wir bereiten für Sie die erforderlichen Informationen vor, um die Möglichkeit der Herstellung von Produkten gemäß den Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen und Fragebögen zu bewerten.
- Arbeitszeichnungen, 3D-Modelle und andere notwendige Unterlagen für die Herstellung des ausfahrbaren Elements KRU K-33 in Ihrem Unternehmen. Wenn Sie nicht vorhaben, die Baugruppen und Teile des Produkts selbst herzustellen, helfen wir Ihnen, deren Herstellung bei Drittunternehmen in Auftrag zu geben. In Ihrem Unternehmen erfolgt die Endmontage und Installation des Produkts.
- Die gesamte Dokumentation wird bei Bedarf entsprechend den Anforderungen des Projekts sowie den technologischen Möglichkeiten Ihres Unternehmens angepasst.
- Wenn in der Umspannstation Geräte eines anderen Herstellers installiert sind, erstellen wir für Sie zusätzlich zu den installierten Geräten die Dokumentation für die Herstellung ähnlicher Geräte.

Vorteile einer Zusammenarbeit mit uns:

- Sie erhalten eine an die konkrete Modifikation K-33 angepasste technische Lösung (Kontaktaufnahme, Feinabstimmung, Sperren, sekundäre Schnittstelle) mit kontrollierten Qualitätskriterien.
- Der Hauptteil der Arbeiten wird auf die Montage und Prüfung im Werk verlagert, was Risiken und Ausfallzeiten vor Ort reduziert.
- Ihre Spezialisten erhalten Beratung zu kritischen Knotenpunkten der Schaltanlage: Steckkontakt, Wiederholbarkeit der Feinabstimmung, Vorhänge, Verriegelungen und Prüfmessungen.

Weitere Informationen zum Austausch des ausfahrbaren Elements KRU K-33 (Retrofit) erhalten Sie unter: inbox@proekt-energo.com

PDF – Technische Informationen zum Austausch des Rollelements K-33 herunterladen

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